Unterm Kreuz

… verfasst von meiner Freundin Angie:

Ich stehe immer noch unterm Kreuz,

in der Hand die zerbrochenen Träume.

Fassungslosigkeit in den Augen –

sprachlos, weil Worte zu klein sind.


Ich kann noch nicht fassen.

Es war doch so richtig!

Es war doch „von Gott“!


Und jetzt stimmt gar nichts mehr.

Wo ich auch hinsehe:

zerstörte Beziehungen,

zerstörte Gesundheit

und so viel zerstörtes Leben-

unterm Kreuz.


Das „Halleluja“ scheint Lichtjahre entfernt.

Wie aus einer anderen Zeit,

als wir gemeinsam auf dem Weg waren,

da waren Wunder an der Tagesordnung.

Das war ein Stück Himmel!


Jetzt hängst du dort am Kreuz

und ich gehe zur Tagesordnung über.

Die Tränen hinterlassen Spuren auf meiner Seele,

aber längst nicht mehr auf meinem Gesicht.


Ich versuche zufrieden zu sein,

mich zufrieden zu geben,

mit dem Kreuz,

mit meiner Sehnsucht,

die mit ans Kreuz gegangen ist.


Ich stehe unterm Kreuz

und versuche zu verstehen,

versuche zu ertragen….

und ich merke nicht, dass längst Ostern geworden ist!


Wenn ich mich umdrehen würde,

würde ich sehen, dass du da stehst und lebst.

Ich hätte das Kreuz im Rücken und nicht auf meiner Seele…


Dankbar, dass ich das Kreuz ein wenig spüren durfte,

mit dir teilen durfte

und nicht ganz ohne Angst gewohnte Pfade zu verlassen,

will ich mich jetzt umdrehen

und ich bin gespannt, was ich da sehen werde …