Nimm all das, was uns belastet …

Die Abstellkammer erfüllt ja ihren absolut genialen Zweck. Doch beizeiten stellt man sie auch so voll, dass es immer quengeliger wird, sie zu betreten. Die Tür zur Kammer ist der beste Freund, das Chaos dahinter zu verbergen und sich vor der Tür frei zu bewegen.

In Zeiten des dunklen Winters sollte sie schon längst mal aufgeräumt werden. Nun aber in Zeiten des Lichtes wird gelichtet. Gesagt und getan. Eine interessante Erfahrung. Lang vermisstes findet sich plötzlich wieder an. Aber auch vergessenes wird neue entdeckt, so wie ein Segensgruß aus dem Jahre 2000: „Es kommt nicht darauf an, was uns trifft . Sondern sehr auch, wie wir es Bestehen“ … kurzes innehalten und reflektieren … schließlich schreiben wir heute das Jahr 2011 – doch ich schweife ab.

Gestern nun betrete ich diese Kammer, um Altglas zu deponieren und freue mich über diesen frei begehbaren Raum … ein leichtes fröhliches Seufzen entgleitet mir: „Ach, wat it dat doch schön.“

Und genau bei diesem Vorher-/Nachherbild verharre mit mir eine Weile und lausche, wenn du magst.

Jesus sagt:

Wenn ihr betet, so sollt ihr nicht wie die frommen Schauspieler sein! Diese Leute stellen sich am liebsten öffentlich hin, in den Gotteshäusern und an den Hauptstraßen, damit sie von möglichst vielen gesehen werden.

Ich sage es euch klipp und klar: Das ist auch schon alles, was sie an Belohnung dafür bekommen werden. Wenn du also beten willst, geh in eine Abstellkammer in deinem Haus und schließe dann die Tür – von innen 😉 – hinter dir zu. Dort kannst du mit deinem Vater im Gebet sprechen. Denn er ist schließlich auch im Verborgenen anzutreffen! Er, der Vater, der in das Verborgene schaut, wird dich dafür belohnen.

Ist es manchmal in unserem Leben nicht genaus so, dass wir unsere Herzenkammer vollmüllen und uns sehr gerne vor der Tür sichtbar aalen und genießerisch anderen etwas gaukeln? Doch es wird immer dunkler und freudloser in unserer Herzenkammer und manchmal bekommen wir die Tür gar nicht mehr auf.

Dann muss erstmal das Licht des Lebens daher und wir bringen Altlast zum Kreuz, sortieren dankbares im Leben beiseite  und gehen neue Wege.  Plötzlich ist da ganz viel Raum und es tut gut, wenn nun auch das Altglas des heutigen Tages ungehindert abgegeben werden kann.

„Ach wat it dat doch schön Jesus, im Verborgenen und mit dem Verborgenen zu dir zu kommen“.

PS: Wer Matthäus 6 kennt, weiß aber auch, dass unser Vater schon längst weiß, welche Bedürfnisse wir haben, noch bevor wir beten und er schlägt uns ein „knappes“, alles umschließendes Vater unser vor ..

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