Wenn ich groß bin, werde ich das ganz anders machen …

Es scheint fast, als liege ein Fluch über den Grimaldis. Und tatsächlich: Der Legende nach wurde die Familie vor rund 700 Jahren verflucht. Rainier I., Begründer der Grimaldi-Dynastie, soll damals eine Flämin geraubt und vergewaltigt haben. Diese verfluchte daraufhin die ganze Adelsfamilie: „Niemals soll ein Grimaldi Glück in der Ehe finden“, lautete ihr Racheschwur. Das ZDF geht heute in der Dokumentation „Monaco – Der Fluch der Grimaldis“ der Frage nach, ob etwas an dieser Legende dran sein könnte. (Quelle: hier)

So oder so ähnlich wäre diese Geschichte Zündstoff für einen Kinofilm. Zumindestens war es Zündstoff für eine immer wiederkehrende Reportage.

Doch kommen wir schlicht und einfach mal auf unser eigenes Kino zusprechen.

Auf unsere unsichtbaren Schilder, die wir tragen. Auf unsere inneren Schwüre, die wie Schutzmauern um uns hausen und uns vor weiteren Enttäuschungen und Verletzungen im Leben schützen. Unserem verurteilten Denken und Reden, in denen wir es tatsächlich schaffen, Menschen dazu zu bringen, unseren unausgesprochenen negativen Erwartungen zu entsprechen. Wir selber tun, was wir bei anderen veruteilen. Innere Schwüre sind Verstärkung des steinernen Herzens. Sie werden meist in jungen Jahren getroffen, wurden vererbt und wirken wie eiserne Verhaltensregeln gegenüber Situationen und Menschen. Zu erst sehen sie wie gut gemeinte Wachtürme aus, die erneuten Schmerz vermeiden sollen. Solch eine Entscheidung kann wachsen, wenn man ständig einer bestimmten neagtiven Atmosphäre ausgesetzt ist. Innere Schwüre sind meist verborgen und verändern sich nicht von alleine. Sie funktionieren wie ein Computerprogamm, sie müssen nicht immer negativ sein, sie können auch positiv sein, doch beide bewirken zwanghaftes Verhalten.

Die Liste wäre sehr lang, wenn wir hier erst mal Ahnenforschung betreiben, die bittere Wurzel zu identifizieren. Das Fatale: innere Schwüre werden in der Kindheit getroffen, ausgelöst von starken Emotionen, man kann sich logischer Weise nicht erinnern, dass Ausmaß der Folgen ist nicht bewusst, über Generationen kann einen sowas fest im Griff haben.

Wenn Probleme durch normale Seelsorge, d. h. durch Erkennen und Bekennen von Schuld, verbunden mit eindeutiger Umkehr, nicht gelöst werden, kann es sein, dass wir noch durch Vorfahrenschuld gebunden sind (unbereinigte Sünde der Vorfahren). Das Kind, dass sich doch einfach nur vor Verletzungen schützen wollte, kann gar nichts dafür, es handelte nur in vermeindlich guter Absicht. Schutz ist nichts verkehrtes. Doch warum musste es sich erst schützen?

Es gibt die persönliche Schuld von Menschen vor Gott, die individuelle Schuld. Jeder Mensch ist für seine persönliche Schuld vor Gott verantwortlich. Aber es gibt auch eine übergreifende Schuld, die ein Kollektiv von Menschen betrifft, die kollektive Schuld. Unter dieser Schuld steht das ganze Kollektiv (ein Beipiel: das Volk Israel, alle Erwachsenen und Kinder), auch wenn nicht alle Personen innerhalb des Kollektivs aktiv an der Sünde (am Beispiel: das Murren gegen Gott) beteiligt waren. Moses konnte die Schuld des ganzen Volkes (alle Männer, alle Frauen, alle Kinder) vor Gott bringen und Vergebung erlangen (4. Mose 14,20). Aber die Schuld der Einzelnen (individuelle Schuld), also der Personen, die gegen Moses und Gott gemurrt hatten, hätte von diesen Personen selbst erkannt und in einer Haltung der Buße vor Gott als Sünde bekannt werden müssen. Da das aber nicht geschah, mussten viele aus dem Volk in der Wüste sterben, weil ihre individuelle Schuld nicht unter der Vergebung stand (4. Mose 14, 21 – 32).

Der Umkehrschluss: wenn persönliche Schuld vor Gott gebracht wurde, ist damit noch nicht automatisch vorhandene Kollektivschuld beseitigt. Diese Schuld muss ebenso vor Gott gebracht werden, in der Regel durch Personen, die wie Mose Fürbitte tun. Wenn Schuld von einem Menschen aktiv oder passiv übernommen oder auch nur toleriert wird, wird sie zur Kollektivschuld, die auch Menschen mit einschließt, die selbst nicht gesündigt haben und wir an nachfolgende Generationen weitervererben.

Alttestamentlich finden wir hier immer wieder einen roten Faden, egal ob am Volk Israel oder bei anderen Königsfamilien.

Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. (2. Mose 20, 5 -6)

Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. (Galater 6,7)

Als Christen haben wir jedoch die Möglichkeit, schlechte Saat der Vorfahren auszureißen, in dem wir sie um Bitte um Vergebung unwirksam machen und befreit Gottes Wahheiten in unserem Leben anwenden.

Durch bittere Wurzeln einer Saat (Sünde) kann in unserem Leben und in unseren Familien Türen aufgetan werden, durch die dämonischen Mächten Eintritt gewährt wird und sie zerstörerisch im Leben wirken. Dieser Einfluss liegt immer dann vor, wenn in bestimmten Bereichen unser Verhalten zwanghaft und unkontrollierbar ist und dabei zerstörerische Tendenzen aufweist. Diese Dämonen können ihr Wirken von Generation zu Generation fortsetzten. Wenn z. B. ein Vater unter dem Geist des Jähzornes leidet, ist es wahrscheinlich, dass dieser Geist auch im Leben des Sohnes oder der Tochter wirkt (nicht immer vergleichsweise durch gleichwertigen Jähzorn, oft auch durch daraus resultierende innere Schwüre), bis darüber Buße getan wird und die betroffene Person von diesem „Unrat der Bindung“ gelöst wird …

Fazit:  Vorfahrenschuld darf eindeutig bekannt und geistlich entmachtet werden. Denn Jesus ist gekommen, um uns Leben im Überfluss zu geben:

  • ein Leben in Freude und tiefer Zufriedenheit
  • ohne Sorge leben, weil es uns gelingt, alle Sorgen auf Jesus zu werfen.
  • tief verbunden zu sein mit Jesus, seine Liebe zu erleben und in seinem Frieden geborgen zu sein (in ihm zur Ruhe zu kommen)
  • in der ständigen Gemeinschaft mit Jesus leben, unser tun aus der Gemeinschaft mit Jesus heraus gestalten
  • in Vollmacht beten gegen Widerstände und böse Umstände
  • erfolgreich leben, weil der Heilge Geist in uns wohnt und uns bei allem hilft, was wir tun.

Entdecke falsche Lebensmuster, stelle ihnen biblische Wahrheiten gegenüber, wende sie an, um die Macht dieser Muster zu brechen und gehe mit Jesus die Schritte der Heilung. Der Heilige Geist kann Gottes Wahrheit in dein Herz hineinlegen und die Lügen in deinem Leben wegnehmen. Heilung geschieht am effektivsten dann, wenn eine Sache dazu reif ist. Heilung hört nie auf, sie ist ein lebenslanger Prozess. Bleibe dran und halte fest, was du bereits empfangen hast. Wem viel vergeben ist, der liebt viel . Gott, dein himmlischer Vater, liebt dich bedingslos! Du kannst nichts dazu tun, dass er dich mehr liebt und du kannst nichts dazu tun, dass er dich weniger liebt. Er liebt dich immer maximal. Sein Wesen ist Liebe und diese Annahme wird dir einfach ohne Gegenleistung geschenkt.

Ein cooles Angebot, wie ich finde. Ein cooler Gott, den ich da kenne …

***

Quelle und weiterführende Lektüre, die ich empfehle (klick auf das Bild):

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