Wahrnehmung

Warum sagen so viele in christliche Familien hineingeborene Jesuskinder, sie wünschten sich ein so einschneidendes Gotteserlebnis, wie es ein von „außen“  hineingeborenes Jesuskind hatte?

Die Sehnsucht ist groß, nach spektakulärem. Sehnsucht kommt immer von Gott. Haben wir gefunden, wonach wir uns sehnen, wird bald die Sehnsucht erneut groß und größer. Sehnsucht kommt von Gott, lässt uns immer nach ihm fragen, denn er will sich finden lassen.

Woran liegt es aber, dass wir immer nach einer spektakulären Revolution suchen? Kann es nicht eher auch so sein, dass wir überfrachtet sind von äußeren Einflüssen, dass wir die kleinen Dinge gar nicht mehr wahrnehmen? Das wir Gottes Stimme deshalb nicht hören?

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10 Gedanken zu “Wahrnehmung

  1. Ich will ein wenig widersprechen. Sehnsucht kommt nicht immer von Gott. Glaube ich zumindest nicht. Ich glaube, dass hinter jeder seelischen Sehnsucht letztlich eine geistliche Sehnsucht steckt, ohne dass wir es wissen. Egal, ob wir uns nach leckerem Essen, nach Freundschaft, nach Sex oder nach was auch immer sehnen – dahinter steckt eigentlich: die Sehnsucht nach Gott. Aber kommt sie deshalb von Gott? Oft genug ist es glaube ich meine Seele (Verstand, Gefühle, Wille), die Sehnsucht empfindet. Ähnlich wie bei einer Droge lässt aber jede Erfüllung einer seelischen Sehnsucht den Hunger nach mehr größer werden… weil der eigentliche Erfüller der Sehnsucht nicht angesprochen wurde… auf diesem Sehnsuchtbefriedigungssystem basiert die ganze Werbung. In der Tat stimme ich dir zu: gegen die knalligen Bilder dieser Verheißungen kommt die leise Stimme Gottes nicht immer an. Wir sollten deshalb nicht den Fehler machen, im Glauben immer nach dem Spektakulären zu suchen, das wäre sehr seelisch…;-)

  2. Der Mensch neigt zur Bequemlichkeit.
    Das Spektakuläre wäre eine Abkürzung zu dem wohin es eigentlich ja auch gehen soll.
    Darum ist es angenehmer…
    Dann muss ich mir keine Gedanken mehr machen und mich mit mir und meinem Nächsten nicht auseinander setzen und die Zeit läuft mir dann auch nicht davon…
    Soviel hat Gott mich jedenfalls gelehrt.

    LG
    Stella

  3. Da pflichte ich Dir zu Sabina. Die Gotteserfahrung im Alltag in den kleinen Dingen zu erleben erfodert auch meine Bereitschaft für Gottes Reden wach zu sein, hinzuhören. Es ist immer der heilige Geist, der uns dann die Augen und Ohren öffnet.(ich habe zB. bei der Beerdigung meines Mannes um Sonne gebetet. Gott hat dann über der Urne die Sonne so richtig leuchten und wärmen lassen. Das war ja ganz leise, aber in meinem Herzen wußte ich es.)

  4. Manchmal würde ein Wunder, etwas Großes uns vielleicht nicht in die Pflicht nehmen unser Herz vor Gott zu bringen und bereit sein zur Veränderung. Manchmal ist es vielleicht aber auch nicht die Sehnsucht nach etwas Spektakulärem, sondern nach mehr Leidenschaft. Eine Leidenschaft für die man bereit wäre zu sterben. Die große Revolution würde mehr Leidenschaft entfachen denken wir. Und vielleicht stimmt das sogar. Aber ob sie dann immer dem wahren Gott gilt….?
    Leidenschaft für Gott, die sich nicht nur in vorzeigbaren Wundern äußert, sondern eben einfach mein Leben bestimmt ist allerdings ein Ziel, dass ich verfolgen möchte. LG Angie

  5. Hi Bina,

    ja genau – es ist alles eine Frage der Wahrnehmung, ob wir unseren Vater in den großen Ereignissen erkennen UND in jedem simplen Atemzug.
    Wenn uns das eine nicht beunruhigt und das andere nicht zu gering erscheint, dann sind wir wirklich mit Ihm verbunden!

    Segen

  6. Liebe Apassionata, … und die ganz leisen haben ein so tiefes und schönes Reden Gottes … wie ich finde.

    Angie … willkommen im Club, aber in dem sind wir ja schon lange Mitglied 🙂

    Bento … das hört sich nach work-geistlich-life-Balance an.

  7. Weil viele – trotz des christlichen Elternhauses – nie Gott wirklich begegnet sind und ihn nur dem Verstand nach kennen. Ewiges Leben ist Gott kennen, sagt Jesus. Um Gott zu kennen muss man ihm auch begegnet sein. Das verändert dann auch das Leben, so wie bei Jakob, oder Mose, oder Abraham, oder Daniel oder Jesaja oder…

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