Alltägliche klitzekleine Momente

So viel sollte klar sein:  Berufung hat nicht nur etwas mit meinem Handeln zu tun, sondern viel mehr mit meinem Sein. Sie ist viel mehr als nur eine Aufgabe in einer christlichen Gemeinde. Gott geht es bei meiner Berufung um meine ganze Person und um mein ganzes Leben. Mit Haut und Haaren, mit Geist, Seele und Leib. Berufung ist deshalb nicht DIE eine GROßE Sache, sondern zieht sich durch meinen Alltag, den klitzekleinen so unscheinbaren Momenten.

Ich werde dazu in eine besonderes Beziehung zu Gott gerufen, ganz gleich, ob ich in neuen Lebensverhältnissen lebe oder in gewohnten. Berufung ist also nicht gleichzusetzen mit Revolution – möglichst viel Veränderung! Denn den Sinn der Berufung, dass ich an Gottes Reich baue und mich so an seinem Werk beteilige, kann ich in einer völlig neuen Situation ebenso tun wie in den gewohnten Verhältnissen. Wenn ich Gottes Auftrag erkannt habe, wird das Auswirkungen haben, so oder so.

Nur welche grundlegenden Berufungen Gottes stehen denn so vielfältig in der Bibel? Welche fallen dir ein? Welchen kommst du nach und welchen nicht?

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7 Gedanken zu “Alltägliche klitzekleine Momente

  1. „Berufung ist nicht gleichzusetzen mit Revolution“ – super ausgedrückt. Ich glaube, ein Grund für die Suche nach einer klaren Berufung ist manchmal schlichtweg die Unzufriedenheit mit der aktuellen Lebenssituation. Kann natürlich andererseits auch ein Anstoß sein, nach der Berufung zu suchen.

    Zu Deiner Frage, welche Berufungen von Gott mir einfallen: vor allem die eine: Ihn zu lieben. Habe dazu vor kurzem selbst was geschrieben (wozu-leben-wir). Ich glaube, daß alle anderen echten Berufungen sich von dieser ableiten.

    Dein Blog gefällt mir übrigens wirklich gut. Gruß, Andreas

  2. Seehr richtig: Wenn wir meinen, wir seien zum Handeln berufen, ohne dass sich an unserem Sein etwas tut, dann wird das Handeln schnell zur inhaltsleeren und lästigen Pflicht.

    Unsere höchste Berufung ist, platt ausgedrückt, in allem Gott zur Ehre zu leben. Was das konkret auf der Ebene des gelebten Alltags bedeutet, mag ja für jeden verschieden sein, hilfreich ist es, immer mal innezuhalten und sich zu fragen: „Ehre ich Gott, mit dem, was ich tue?“ Hilft dabei, bewusster zu leben. Meine Frau hatte sich jahrelang einen Zettel mit eben diesem Satz gut sichtbar im Wohnzimmer positioniert…

  3. Die erste Berufung ist die in die Freundschaft zu Gott. Die zweite die Berufung in einen konkreten Leib. Gemeinde, Gemeinschaft -whatever. Hauptsache andere Christen, die mich ergänzen, ermutigen und hinterfragen. Die dritte Berufung ist die, dort wo ich bin (Beruf, Ehe, Freundschaften) Reich Gottes zu leben und ggf. auch davon zu reden. Die vierte Berufung mag dann eien Besondere sein – gekoppelt mit meinen Gaben. Aber die Gaben stehen nie über der Beziehung. Der Geber der Gaben ist immer wichtiger als die Gabe selbst. Und sei sie noch so spektakulär.

  4. „Gott geht es bei meiner Berufung um meine ganze Person und um mein ganzes Leben. Mit Haut und Haaren, mit Geist, Seele und Leib. Berufung ist deshalb nicht DIE eine GROßE Sache, sondern zieht sich durch meinen Alltag, den klitzekleinen so unscheinbaren Momenten.“

    Das ist momentan gerade meine große Suche. Vielleicht mache ich mir einfach zuviele Gedanken dazu, vielleicht sollte ich einfach losmarschieren und auf Gott vertrauen. Einfach machen und mir von ihm den Weg zeigen lassen. Einfach mal die Klappe halten.

    Für mich ist das im Augenblick der Kampf gegen meinen alten Menschen, meine alten Gewohnheiten, das Tier in mir.

    Danke für dieen Beitrag. Auch der Satz “Ehre ich Gott, mit dem, was ich tue?” ist etwas, dass ich mir immer wieder verdeutlichen sollte und will!

    Segen!

  5. Bei Berufung habe ich eher immer an Aufgaben gedacht, die uns der Herr zur Arbeit gibt und die Früchte dann sehen will. Was Wegbegleiter hier sagt über die Freundschaft zu Gott ist wahr, will mehr daran denken.

  6. Danke für eure Ergänzungen, sehr feine Sachen dabei 🙂

    Nicht meine Art mit Bibelversen um mich herum zu hauen. Bin aber ja selber am nachhaken. Hier Beispiele für „Sein“ mit Haut, Haaren, Geist, Leib und Seele:

    Gemeinschaft: Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn (1. Korinther 1, 9)

    Freiheit:
    Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen (Galater5,13)

    Heiligung: Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung (1. Tessal 4, 7)

    würdiger Lebensstil/Hoffnung: So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den anderen in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: „ein“ Leib und „ein“ Geist, wie ihr auch berufen seid zu „einer“ Hoffnung eurer Berufung (Epheser 4, 1-4)

    Ewiges Leben: Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist (1. Timoth 6, 12)

    Segen: Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt (1. Petr 3, 9)

    Leiden: Aber wenn ihr um guter Taten willen leidet und es ertragt, das ist Gnade bei Gott. Denn dazu seid ihr berufen (1. Petr 2, 20)

    Liebe: Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er’s euch gebe. Das gebiete ich euch, dass ihr euch untereinander liebt. (Joh 15, 16)

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