Beruf gleich Berufung?

Mein Job ist eindeutig ein mir von Gott geschenkter Job. Ich bin seit 22 Jahren dabei. Ich habe diesen Job nicht gesucht, ich habe nur ohne konkretes Ziel eine Weiterbildung zur Arztfachhelferin absolviert (heute: Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung) und wurde dann von meinem damaligen Dozenten und späteren Chef abgeworben. Drei Monate später wurde ich chronisch krank und mit den Auszeiten nach Operationen wäre ich in einer Arztpraxis heute nicht tragbar. Es gibt so viele Geschichten, die mich zudem in diesem Job bestätigen, der mir nach wie vor zum Segen ist … dennoch stelle ich mich in Frage.

Ich stelle in Frage:

1) Ist ein Beruf immer gleich zu setzten  mit Berufung?

2) Wie sieht Gott mich, wie bin ich von ihm ohne Einfluss von Prägungen gedacht?

3) Funktioniere ich nur in meinen Begabungen oder steckt eigentlich ein ungefördertes Potenzial in mir, weil sich geistlich viel in letzter Zeit verändert hat?

4) Wie bringe ich Körper, Geist und Seele in Einklang mit Gottes Berufung für mich?

5) Ist egal was ich anpacke nicht immer unter Gottes Führung und automatisch eine Berufung, gemäß „alles was ihr tut, tut zur Ehre Gottes, in voller Hingabe und Liebe“?

Im Moment bin ich hellhörig, insbesondere deshalb, weil der Punkt 4 bei mir nicht im Einklang ist und ich meinen geistlichen Killern auf der Spur  bin. So  kam mir gestern das Angebot  bei Nikodemus.net nur recht und ich habe mich bei einem  Workshop „Meine Berufung – Gottes Auftrag auf der Spur“ angemeldet, mit 17 kostenlosen Lektionen.

Mal sehen, was heraus kommt. Aber ich bin ja Hellseher und weiß jetzt schon, dass  eine Entscheidung fallen wird zwischen Bestätigung oder Veränderung.

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14 Gedanken zu “Beruf gleich Berufung?

  1. OK 🙂 Da fühle ich mich doch mal aufgefordert meinen Senf dazu zu geben.

    Also wie gesagt: Mein Senf, meine Sicht und meine Meinung…

    1) Ist ein Beruf immer gleich zu setzten mit Berufung?

    Beruf hat imho schon irgendwie was mit der Berufung zu tun… Also… ich will mal so sagen: Ich gehe davon aus, dass Gott jemanden in eine Situation stellt. (Wie z. B. einen Job mit Kollegen und sonstigem Umfeld). Das heißt auch, dass Gott uns da die Aufgabe gibt (z .B.) dort Licht zu sein.

    Ein anderes Ding ist der Beruf selber. Da müssen wir (wieder imho) horchen. Ist der job der richtige, füllt er mich aus, möchte ich was anderes machen. Und da kann man wieder an Gott heran treten und sagen: Du… hast du noch was anderes für mich.. mein Herz hat sich irgendwie in eine andere Richtung bewegt… usw. Also was ich sagen will: Gott kettet niemanden (imho) an seinen Stuhl. Gott bringt uns bei, auf ihn zu hören, und das was er sagt. Und dieses „sagen“ kann auch dadurch passieren, dass wir innerlich unruhig werden und uns nicht wohlfühlen. Da einfach mal nach oben funken…

    2) Wie sieht Gott mich, wie bin ich von ihm ohne Einfluss von Prägungen gedacht?

    Ähm ja… nächste Frage? Wenn du die Antwort gefunden hast: Bescheid geben 🙂 *g*

    Allerdings Glaube/wissen durch erfahren usw… tue ich das Gott uns verändert. Er führt uns dahin, zu dem, was wir sind – bzw. wie er sich uns erdacht hat. Ich denke, wie wir wirklich sind, werden wir erst erfahren, wenn wir soweit sind…

    3) Funktioniere ich nur in meinen Begabungen oder steckt eigentlich ein ungefördertes Potenzial in mir, weil sich geistlich viel in letzter Zeit verändert hat?

    Mich stört das „nur“. Nein, du kannst auch anders funktionieren. Aber dann beschränkt es sich auf das „funktionieren“. Wenn ich deine Frage so lese, denke ich, dass deiner Frage etwas fehlt.

    Hast du sie so gemeint:

    „Funktioniere ich nur in meinen bereits bekannten Begabungen oder steckt eigentlich ein ungefördertes Potenzial in mir, weil sich geistlich viel in letzter Zeit verändert hat?“

    Also. Ich denke: Zum einen fühlt man sich in Begabungen wohl. Das heißt: Das ist weit entfernt von „nur“ funktionieren. Man fühlt sich wohl, egal ob man etwas besonders gut kann oder nicht. Das mit dem besonders gut können steht auf einem anderen Blatt. Begabung heißt nicht, dass man darin Weltmeister ist… Sondern Begabung hat für mich was damit zu tun, was mir einfach liegt, ein gewisser Spaß daran ist und was ich vielleicht auch gar nicht merke, dass ich darin eine Begabung habe – ich tue es eh ständig. Als ich mal das Buch „3 Farben deiner Gaben“ durchgemacht habe (man mag von dem Buch nun halten, was man will – ich nehm’s jetzt als Beispiel), habe ich eines festgestellt: Die Gaben, die bei diesem Test „hervorkamen“, waren nicht neu. Das war mir eigentlich alles schon bekannt. Ich habe es ständig gemacht, ohne zu denken, dass ich eine Gabe darin haben könnte. Beispiel Seelsorge. Das stand auf Platz 2,3 oder so. egal. Auf jeden Fall: Es sind immer Leute zu mir gekommen und haben von sich erzählt. Den einen konnte ich mehr, den anderen weniger helfen. Ich hatte einfach immer ein offenes Ohr. Ich musste lernen, damit umzugehen, damit mir das nicht zu nahe geht. Aber trotzdem hat mir das in gewisser Weise immer Spaß gemacht und es sind einige Freundschaften entstanden. Ich hätte aber nie gedacht, dass Seelsorge eine meiner Gaben wären. Ich dachte da immer irgendwie an was anderes. Orga z. B. (was auch eine meiner Gaben ist, aber erst an 7. oder 8. Stelle…) usw.

    Zum Thema ungefördertes Potenzial: Ich gehe davon aus, dass jeder an sich neues entdecken kann, wenn er es darauf anlegt. Sprich auch hier: Papa anfunken und fragen. Ich denke, Gott hat sovieles in uns hineingelegt, dass es für das ganze Leben reicht 🙂

    4) Wie bringe ich Körper, Geist und Seele in Einklang mit Gottes Berufung für mich?

    Ähm… also… wenn man das liest, was ich vorher beschrieben habe, kommt hoffe ich eines zum Vorschein: DU musst nix tun, außer ein bereites Herz haben um auf Gott zu hören – und mit ihm in Kontakt treten. Ich denke, man kann neue Gaben von Gott geschenkt bekommen (also nicht nur ungefördertes Potenzial, sondern was wirklich für einen neues. Vielleicht verwaschen da auch irgendwo die Grenzen zwischen „ungefördertes Potenzial“ und „wirklich neu“. Aber wichtig ist: Man muss seinen Geist nicht – so habe ich das erfahren, wieder imho – nicht drillen und in eine Richtung bewegen. Sondern einfach nur schauen, in welche Richtung sich der Geist denn bewegt. Und da mal neu Ausschau halten. Und wieder, na rate mal… das rote Telefon zu Papa benutzen…

    5) Ist egal was ich anpacke nicht immer unter Gottes Führung und automatisch eine Berufung, gemäß “alles was ihr tut, tut zur Ehre Gottes, in voller Hingabe und Liebe”?

    hä? Wie meinst du das jetzt? Also… mal das Ganze ein wenig verhackstückeln… Der Vers mit „Alles was ihr tut…“ ist (imho) so ein Leitding. Was ist denn die Konsequenz daraus? Die Konsequenz daraus ist, dass Gottes Liebe weitergegeben wird. Unabhängig davon, ob dass, was wir tun, nun gerade in unserer Berufung ist (also es uns leicht von der Hand geht) oder nicht. Gerade da, wo es uns schwer fällt, haben wir immer die Chance zu wachsen.

    Mal sehen, was heraus kommt. Aber ich bin ja Hellseher und weiß jetzt schon, dass eine Entscheidung fallen wird zwischen Bestätigung oder Veränderung.

    Mensch, du scheinst die Gabe der Prophetie zu haben *g* (sorry, keiner Scherz, bitte nicht übel nehmen *gg*)

  2. Mal sehen, was heraus kommt. Aber ich bin ja Hellseher und weiß jetzt schon, dass eine Entscheidung fallen wird zwischen Bestätigung oder Veränderung.

    Hm… ich war zu vorschnell… Und dabei war der Scherz doch so lustig… Manno…

    Ich glaube, diese Entscheidung muss nicht fallen. Weil Bestätigung ist nicht etwas, was in deiner Hand liegt zur Entscheidung. Du kannst Gott bitten, dir was zu bestätigen – oder dir was neues zu zeigen…

    Die Entscheidung fällt eher zwischen: Lasse ich mich auf Gott ein, oder nicht?! 🙂 Bin ich Bereit, mich verändern zu lassen, oder will ich so weiterleben. 🙂

  3. upps … Maze … hast du frei und frönst nicht deiner Berufung? Ich kann dich erst lesen, wenn ich Feierabend nach meiner Berufung habe … datt ist ja ne Menge Text 😀

  4. Ich habe meinen Beruf über der Bibel entschieden, wobei ich da auch Führung erfahren habe. Mein Klassenlehrer hat damals bestätigt:“Werd Krankenschwester. Du bist zwar faul in der Schule, wirst aber daran Spaß haben und fleißig werden.“ Habe immer gerne mit Puppen gespielt und meine Puppen brauchten immer Pflege, weil sie krank waren.So lag mir das einfach, damals. Heute macht mir das im Grunde genommen auch Freude die Pflege, aber der Schriftkram kotzt mich an. Wollte immer Krankenschwester bleiben und mich nicht zur Sekretärin der Station umverwandeln. Heute unter diesen Bedingungen würde ich lieber Tierpflegerin sein, das würde mir auch sehr, sehr liegen. Aber weil ich mich von Gott zu den Kranken gestellt weiß, kann ich trotz Scheißschreibkram und den damit verbundenen Widrigkeiten an dieser Aufgabe mit Liebe festhalten. Allerdings ist es Gott selber, der mich täglich mit der Kraft ausrüstet, die ich brauche. Es ist nicht mein Vermögen. Allerdings, muß man immer berufen sein? Vielleicht läßt Gott auch Freiheiten zu, selber zu wurchteln. Viele sind ja auch vielschichtig angelegt und machen mal Dies und Jenes.

  5. Hi Maze,
    klasse Ausführungen. Danke für deine Zeit, die du hier investiert hast. Den Scherz kann ich super ab, zu mal ich zwar nicht die Gabe der Prophetie aber die Gabe des siebten Sinnes habe, was fast schon so ähnlich ist. Mir ist klar, dass ich nicht viel neues, was auch du hier aufführst, in dem Workshop entdecken werde. Dennoch bin ich neugierig, was andere dazu sagen. Ich bin einfach jetzt schon überzeugt, Berufung oder Beruf oder was ich im Alltag anpacke, hat das Potential, meinen Glauben mit meinem Alltag zu verbinden. Gottes Wille und seine Kraft werden in meinem Leben konkret, auch … Liebe Apassionata … mit meinen Freiheiten (dabei gibt es doch gar keine Unfreiheit bei Jesus)

  6. Also Lektion 1 gemäß Dozent Maze sagt mir: nix tun,außer das rote Telefon benutzen und ein bereites Herz haben, um auf Gott zu hören 😉 … ich finde, das war wichtig!

  7. Hab ich was von Unfreiheiten gesagt? Meinte doch nur, daß die Wege Gottes so unterschiedlich laufen. (aber das gilt zu entdecken, daß Gott Freiheiten schenkt, die man dann ohne Angst und mit gutem Gewissen leben darf).

  8. Hi Bina,
    kannst du eigentl. nicht ein paar Fragen stellen, die leichter zu beantworten sind?
    😉

    Unsere grundsätzliche Berufung ist in die Nachfolge (z.B. Eph.4,1+4), das ist (übrigens genau wie die Geistesgaben) absolut und unverrückbar (Röm11,29)!

    Bei den anderen Sachen, was auch immer wir als Berufung im Sinne von Aufgaben oder Berufstätigkeit tun, so kann das durchaus dynamisch sein – d.h. was gestern noch deine von Gott geschenkte Berufung war, muss es morgen schon nichtmehr sein. Solche „Berufungen“ ändern sich oder auch nur die Art oder der Ort und wir tun uns meist schwer damit den Wechsel zuzulassen, d.h. das alte loszulassen, die neue Aufgabe zu erkennen und den Zeitpunkt nicht zu verschlafen…

    da meine Vorredner hier ich schon viel Schlaues abgesondert haben, mache ich es mir leicht und verlinke einfach mal einen Beitrag zu dem Thema 😉
    http://bento-bernd.blogspot.com/2009/01/berufung.html

  9. Dir sind Fragen zu schwer, Bento? Kann nicht sein 😉

    Wie? … Du hast über Berufung geschrieben? *schauen gehen* … stimmt! … kommt mir vom Layout bekannt vor. Lese ich dann mal später erneut, verschieben wir es auf morgen …

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