Über Bord werfen

… die Seefahrt begann gefährlich zu werden. Deshalb warnte Paulus: »Ihr Männer, wenn wir weitersegeln, sehe ich große Gefahren und Schwierigkeiten, und zwar nicht nur für das Schiff und seine Ladung, sondern auch für unser Leben.«…

Der Sturm wurde so stark, dass die Besatzung am nächsten Tag einen Teil der Ladung über Bord warf, tags darauf sogar die Schiffsausrüstung.

Paulus ist mitten in einem schrecklichen Sturm, das Schiff wird von den Wellen hin und her geworfen und die Lage ist sehr ernst.

Doch in dieser Geschichte ist eine geistliche Wahrheit enthalten: als der Sturm richtig schlimm wurde und das Schiff drohte zu sinken, wurde die Schiffsladung erleichtert.

Manchmal müssen auch wir Dinge über Bord werfen und vielleicht ist es eine geeignete Zeit auszuwerten, welche unnötigen Lasten wir im Leben herumtragen. Diese Last muss keine Sünde sein, aber eine unnötige Last.

Einer der Bereiche, die wir auswerten müssen, sind unsere Beziehungen jeglicher Art. Es gibt manchmal Beziehungen, die wir abschneiden müssen, weil sie überfordern oder zurückhalten und wir daran gehindert werden, dorthin zu gelangen, wo Gott uns hin haben will.

Oder es kann etwas so einfaches sein wie zu viel Fernsehen, was an sich keine Sünde ist. Einiges im Leben mag ganz gewiss ein Hindernis sein von Gott zu hören, besonders wenn wir merken, was uns nicht weiter bringt.

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Wenn wir wirklich von Gott hören wollen und aus unserer Festgefahrenheit heraus wollen, dann sollten wir unser Schiff erleichtern. Ich habe schon ausgewertet, was mich nicht weiterbringt und wo ich nicht mit dem Heiligen Geist kooperiere, manchmal (oder auch oft) setze ich das Ergebnis der Erkenntnis aber leider nicht um.

Schlicht und einfach wird in Apostelgeschichte 27 von einer bedrohlichen Schifffahrt berichtet mit einer tiefen geistliche Wahrheit und auch Wegis heutige Gedanken passen hier wie die Faust aufs Auge.

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10 Gedanken zu “Über Bord werfen

  1. ach Bento …

    danke für deine Mail und deine konkrete Anrede auf deinem Blog. Bei mir bleibt dieser Arsch auf dem Eimer und der Heilige Geist aus (oder ich bin undankbar, bockig, stur, ungehorsam, wie auch immer). Was ich brauche, ist eine Überwältigung à la Faust aufs Auge und dabei Unterstützung von Freunden (und keine Eigenleistung), was ich mir schon lange wünsche und was ausbleibt und ich habe keine Lust mehr, dafür zu kämpfen – denke auch, dass das der falsche Weg ist.

    Ich freue mich für dich!!! Sehr und von Herzen wirklich!! ❤

    Selber bin ich aber auf der Flucht und kann es im Moment wenig ertragen. So sind meine Post hier nur aus dem Verstand geschrieben (in Anlehnung dessen, was ich bei Bayless Conley lese), weniger aus meinem Geist heraus, aber sie berühren mich. Geistlich ist mit klar warum: es ist ein kräftiges Ziehen und Zerren.

  2. Nein Sabina, nein!!! Ich finde, was Du schreibst, spricht mich sehr an. Ja ich überlege mir auch, was soll ich abwerfen. Was behindert, was stresst mich? Du wirkst auf mich sehr fromm, immer auf der Suche nach Gott. Ich hingegen überlege:“Wenn es meinem Mann besser geht, kann ich dann nach Dortmund zur Pferde- und Hundeausstellung fahren?“ Was draus wird, der Herr wird es lenken oder einen Riegel vorschieben. Und doch denke ich bei aller Arbeit und den Aufgaben zwischendurch immer an dieses Untrenehmen( nicht immer an Gott). Aber daß er die schönen Tierwesen geschaffen hat, dafür dank ich IHN dann doch.

  3. Hi liebste Apassionata, weiß gerade nicht, was du mir mit „nein, nein“ sagen willst.

    „Du wirkst auf mich sehr fromm“ ist für mich seit Monaten kein „Kompliment“ mehr, auch nicht ihm zu Ehre. Das meine ich nicht abwertend oder gar gotteslästerig, sondern wer mich und meinen Blog länger kennt, der weiß, dass ich der Meinung bin „Frömmigkeit steht dem Wirken des Heiligen Geistes im Wege“ (also das als Erstes von Bord werfen).

    „Auf der Suche nach Gott“ trifft eher so: „leidend diese Frömmigkeit nicht ablegen zu können, wenn ER nichts neues in mir schafft.“

    Das du an dein Unternehmen denkst ist gut so und vollkommen gesund und Gott gewollt, denn dein himmlischer Vater gönnt dir eine erquickende Auszeit, weil er sieht, was du um die Ohren hast. Wenn ER das nicht will, dann wird er in der Tat einen Riegel davor setzen.

  4. Frömmigkeit beinhaltet für mich die Suche nach Gott und das Bestreben richtig Gemeinschaft mit Ihm zu haben. Das meine ich bei Dir immer rauszulesen. (auch Deine Trauer zwischen den Zeilen nicht genügen zu können, darauf bezog sich mein Nein.) Wenn ich da falsch liege, lasse mich gerne korrigieren. Mit Deiner Äüßerung Beziehungsballast abzulegen, da sprichst Du mir aus dem Herzen. Bei allen Sachen, Wenig ist manchmal mehr.

  5. Mit dem „genügen können“ habe ich kein Problem. Da weiß ich mich „entlastet und getragen“. Komme ich traurig rüber? Hm … dafür bin ich eigentlich ein zu fröhlicher und optimistisch geborener Mensch.

    Jedoch:
    Ob „Frömmigkeit“ gleich „suche nach Gott“ ist, wird stimmen. So sehe ich und verstehe ich auch die Frömmigkeit von Menschen. Letztendlich immer der Sinn der Sehnsucht, den Gott in uns weckt, weil er sich auch leidenschaftlich nach Beziehung mit uns sehnt. Somit ist also die Veranlagung zur Frömmigkeit gut: sie macht neugierig, sie sucht, sie will zu Gott. Allerdings die Gestaltung der Frömmigkeit kann gesetzlich werden, kann ungesund ausgeschmückt werden und (wie ich schon sagte) blockiert den dreieinigen Gott (den Heiligen Geist). Allerdings betrachte ich das milde und kann andere in den verschiedenen Schichten der Frömmigkeit stehen lassen, denn dies aufzudröseln ist ein Prozess und eine individuelle Sache zwischen Gott und einem Menschen.

    Was mich betrifft (und das ist ja hier mein persönliches Blog), bin ich seit längerem dabei, diese gesetzliche Frömmigkeit aufzugeben. ICH bin dabei AUFZUGEBEN hört sich hier allerdings schon wieder nach Leistung an, nach „sich nicht genügen“ – daher wohl die Töne zwischen den Zeilen. Dem ist aber nicht ganz so: ich habe losgelassen, habe gesagt Gott mache du – und hier kommt dann gerade mein aktuelles Problem: er macht gerade nichts, außer das er mich trägt (sicherlich wird jetzt jeder sagen „gerade das soll dann wohl in meinem Leben genügen“). Allerdings gibt es hier einiges zu regeln, was mich unmittelbar betrifft und ich mich dem nicht entziehen kann (vielleicht später) – deshalb gibt es im Moment zu wenig Zeit für mich und somit auch Frust, dass ich mal wieder nach meinem großen Bruder mit Kissen schmeiße 😉 Womit wir wieder bei „über Bord schmeißen“ sind und da gibt es dann schon Dinge, wo Gott eindeutig den Riegel dicht gemacht hat und die ich getrost über Bord werfen soll …. wenn mein Schweinehund nur nicht so zerren würde 😦

  6. Ja ok, da habe ich dann wohl was falsch interpretiert. Noch zum Riegel, mir fiel ein mal gelesen zu haben:“ Nur ein fahrendes Auto kann man lenken.“ Ermutigung mit meinen Plänen und Hobby fortzufahren, weil Gott auch darüber wohlwollend wacht.

  7. Mit deiner Wahrnehmung lasse ich mich gerne hinterfragen. Es ist für mich, wie man merkt, auch ein angespanntes Thema, was sacken muss und womit es mir nicht gut geht. Verschieben wir es auf später …

  8. Pingback: sabina online

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