Erwache aus dem Dornröschenschlaf

Schon der Psalmist betete:

Willst du uns nicht lieber neues Leben schenken, damit dein Volk sich wieder an dir freuen kann?

Wenn hier das Wort „wieder“ steht, so scheint es, dass das Volk Israel in einem Zustand der Erweckung war, dieser aber abebbte, so dass sie jetzt wieder belebt werden mussten.

Als Neubelebung wird das Eindringen des Geistes in den Körper beschrieben, der davon bedroht war, zur Leiche zu werden. Etwas muss neu belebt werden, wenn es am sterben ist oder wenn es sein Stärke und Schwung verloren hat, wenn man also geistlich flach und träge ist.

Wenn das so ist, dann ist es höchste Zeit diese Glut neu zu entzünden und die Flamme, die Gott in uns gelegt hat, neu anzufachen. Erweckung! Sie bringt frische Spannkraft und setzt Schwung und Elan in einen geschwächten oder sterbenden Zustand.

Ein Mangel an Freude kann ein Zeichen dafür sein, dass wir Erweckung brauchen. „Nun gut“ wirst du sagen und fordern „… dann soll Gott meine Lebensumstände ändern und die Freude ist vorprogrammiert.“

Meinst du wirklich, dass das der Schlüssel zur Freude ist? Es gibt genug Leute ähnlich der Mazedonier, die in Bedrängnis und Armut lebten und dennoch Freude weitergaben.

Nun will ich euch berichten, was Gott in seiner Güte in den Gemeinden der Provinz Mazedonien bewirkt hat. Die Christen dort haben wegen ihres Glaubens viele Schwierigkeiten standhaft ertragen. Und doch waren sie voller Freude und haben trotz ihrer großen Armut reichlich für andere gegeben.

Das waren Menschen in tiefer Armut und mit großem Mangel in ihrem Leben, dennoch hatten sie überschwängliche Freude. Was war ihr Geheimnis? Sie lebten in der Gnade Gottes, die auch heute nach am Wirken ist und wir dürfen bitten, dass der Geist Gottes ungeachtet dessen, was wir erleben, unser Herz erfüllen mag.

Eines der klarsten Anzeichen, ob das geistliche Leben einer Person wächst oder schrumpft ist Gebet. Gebet ist für das geistliche Leben das, was für das körperliche Leben das Atmen ist.

Wenn unser Atmen flach, sporadisch, unregelmäßig und unterbrochen ist, dann stimmt etwas nicht. Der Körper wird schlecht mit Sauerstoff versorgt, ein Zeichen mangelnder Gesundheit. Wir brauchen eine tiefe und regelmäßige Atmung.

Ebenso brauch der Körper Nahrung. Geistliche Erweckung geschieht, wenn der Appetit geweckt ist und wir Hunger haben, unersättlichen Hunger.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass jemand der körperlich krank ist, seinen Appetit verliert. Wenn jemand krank ist, dann nimmt oft der Arzt die Angehörigen beiseite und sagt ihnen: „Versuchen Sie ihn dazu zu bringen, dass er etwas isst. Wenn er wieder gesund werden soll, dann muss er was essen.“

Das selbe ist wahr, wenn jemand geistlich krank ist. Eine solche Person, verliert ihren Appetit für geistliche Dinge. Sie verliert den Appetit für Gottes Wort. Wenn wir also neu belebt werden wollen, wird ein Großteil durch Gottes Wort geschehen.

Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, die Gnadengabe Gottes wieder anzufachen, die durch Auflegung meiner Hände in dir ist.

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5 Gedanken zu “Erwache aus dem Dornröschenschlaf

  1. Ja, das Schwierige ist nur, dass man sich nicht selbst aus dem Schlaf aufwecken kann und dass man einem Appetitlosen nicht mit logischen Argumenten plötzlich wieder den Hunger einreden kann. Da braucht es dann schon DENJENIGEN, der mir von außen neues Leben schenkt.
    Aber vielleicht stimmt es auch andererseits, dass der Hunger mit dem Essen wieder kommen kann. Wenn einem erst mal der verlockende Duft der Lieblingsspeise in die Nase steigt und man sich einige Bissen auf der Zunge zergehen lässt… 🙂

  2. Hm, Volltreffer. Hatte am letzten So. eine Predigt zum Thema „Freude“ und merkte, wie ich mich durch die Worte durchquälen musste, weil ich merkte: Da fehlt mir selbst stellenweise der Realitätsbezug.

    Ist natürlich einfacher, sich in Zeiten der Herausforderung selbst zu bemitleiden als die Nähe Gottes zu suchen (nicht dass Trauer und Erschöpfung nicht mal auch sein dürften, aber man sollte sich ab und zu auch mal umdrehen und wie Elia den Wasserkrug und das Toastbrot hinter sich entdecken…). Danke für den Post!

  3. Der Beitrag hat mich angesprochen, besonders mit dem Gebet Sabina. Auch was Curiostraveiler mit dem Umdrehen sagt, ist wahr. Nur weiß ich manchmal nicht, wie und was ich noch beten soll. Angeblich hilft ja der Geist unserer Schwachheit auf, ich will daran festhalten.

  4. @apassionata: Möchte dich ermutigen: Der Geist hilft uns nicht angeblich, sondern tatsächlich auf. Gerade dann, wenn wir keine Worte mehr finden, steht er vor Gott „mit unaussprechlichem Seufzen“ für uns ein (Röm. 8,26). Das ist ein großer Trost für mich, wenn ich zu müde und zu leer zum Beten bin…

  5. Hallo Ihr, komme spät mit einer Antwort, auch wenn ich euch schon früh gelesen habe.

    Ich bin überzeugt, es kommt nicht auf DAS richtige Gebet an … Länge, Breite, Höhe sind egal. Wohl wahr: ich darf auch abgeben und wortlos sein. Gott schaut in das Herz und freut sich einfach, dass wir ihn teilhaben lassen. Den Rest übernimmt er. Dennoch darf ich auch selber gerne am Reanimationsprogramm mithelfen.

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