Von Transzendenz und Investitionen

Vielleicht ist mir gestern nicht so gelungen, was ich eigentlich aussagen wollte. Habe selber irgendwie bisschen den roten Faden verlassen. Jedenfalls: ich finde es immer wieder spannend, sich mit Ursache und Auswirkung auseinander zu setzten.

Mir erzählte eine Bekannte – recht esoterisch angehaucht – von ihrer Familienaufstellung, einer dann sehr heftig folgenden Reaktion ihres Körpers und einer Veränderung im Verhältnis zur Person (um die es bei der Aufstellung ging).

Das „interessante“ dabei war, auch bei der „aufgestellten Person“ hat es eine Reaktion gegeben, ohne das man sich getroffen hat. Sowas erleben wir immer wieder, egal aus welcher Ecke.

Nun … es geht mir hier nicht um die Mechanismen der Aufstellung, auch lehne ich als Christ solche Techniken nicht ab, wobei mir wichtig dabei bleibt, wer zentraler Mittelpunkt solcher psychologischen Elemente ist, denn zusammen mit Jesus hast du einen guten Berater: Jesus heilt tiefer, gesünder und langanhaltender. Sicherlich nicht immer schnell, je tiefer eine Wunde ist. Dafür aber kommt die Wundheilung genau aus dieser Tiefe, statt oberflächlich zu überdecken (was nur wartet, bis es wieder aufbricht). Das bezeuge ich aus meinem eigenen Leben. Aber das ist eine andere Geschichte …

Als mir die Bekannte dies nun erzählte – und das ist schon eine Weile her – saß ich da so als Jesuskind und dachte mir „… es funktioniert so oft. Nichts passiert, ohne das es einen Einfluss hat. Warum nehmen wir Jesu Kraft zu wenig in Anspruch? Warum halten wir diese Kraft im Namen Jesu nicht dagegen.“ Schließlich habe ich an meiner eigenen Beziehung erlebt, wie Mächte wirken und das nicht immer zum Guten. Sie ist ja auch nicht zu leugnen, die göttliche Transzendenz. Es gibt sie, sie ist real. Auch wir Jesus Kinder erleben sie, aber eben auf Basis des Erlösungswerkes und der Gnade ohne Leistung.

Wir brauchen jetzt gar nicht so tief in die göttliche Transzendenz eintauchen, da wäre ich auch nicht so richtig „ausgebildet“.  Wo Transzendenz jedoch meines Erachtens schon beginnt: das Gebet in solchen Momenten entgegen zu halten. Ohne Worte, die den anderen gleich platt machen, die da unsensibel den eigentlichen Schmerz übergehen „… ey, du! Du bist da auf dem völlig falschen Weg, weißt du denn nicht, das …“.

Ich möchte ganz deutlich darauf hinweisen, weil es mir in letzter Zeit so wichtig ist und ich auch positive Erfahrungen sammel (nicht immer gleich sichtbar) die mir zeigen, das ich das kann, das ich das darf und das es nicht unerhört bleibt: das Gebet, dass Jesus als Sieger gegen alle dunklen Mächte präsentiert. Mit dunklen Mächten meine ich nicht die schwarze Magie alleine, sondern schon jene „Traurigkeiten“, die uns die Freude nehmen wollen, das Leben mit Jesus im Überfluss zu genießen. Das kann schon schlicht und einfach eine Person sein, die uns verletzt hat. Schlicht und einfach? Das sitzt schon tief genug!

Ich werde diese Bekannte ja nicht nur einmal sehen. Sie wird es erkennen (oder zu mindestens fragend), was mich oder wer mich innerlich ruhig macht und mich verändert. Es sind die kleinen Momente, die eine Tiefenwirkung haben. Sie haben aber nur diese Tiefenwirkung, weil „die Sache“ unser Fundament ist. Die Sache ist also nicht unwichtig, sie ist und bleibt Fundament, sonst würde das Kartenhaus ja einbrechen.

Die Ausstrahlung nach außen, ist mir schon ein wichtiges Thema. In das Herz zu investieren, ist die lohnenswertest Investion überhaupt. Nur mit dem Herzen sieht man gut … ein Appetithäppchen bei sabina online  und ein Herz zu Erinnerung auf meiner Fensterbank.

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Wenn ich Gott nicht verstehe, dann sieht man dies an meiner Haltung. Wenn ich klage, weine oder mich vor Schmerzen beuge, dann zeige ich, dass es mir nicht gut geht. Wenn meine Augen strahlen, dann strahlen sie Freude und Liebe aus. Wenn wir Jesus kennen lernen, dann lernen wir doch Jesus in unserem Herzen kennen. Wenn Jesus verändert, dann verändert er im Herzen und unser Herz verändert unser Wesen, unsere Ausstrahlung.

So bringe ich dir heute eine Andacht von Nikodemus.net mit, die genau hier hin passt, denn auch meine nonverbale Sprache sagt etwas über meine Gottesbeziehung aus: Sprich mit der Hand und halte in deinen Händen dein Herz Jesus hin.

Ich wünsche dir ein erholsames Wochenende!

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2 Gedanken zu “Von Transzendenz und Investitionen

  1. Das mit dem Herzen sagt der Fuchs zum kleinen Prinzen, und der Vierbeiner hat so recht. Dieser Beitrag ist für mich echt klarer, wobei ich leider sagen muß, daß Gott nicht alle Wunden heilt. Wir müssen mit inneren Wunden leben!!! Aber wir dürfen sie Gott hinhalten, und sie tun dann nicht mehr ganz so weh. Durch sein Kreuz ist IHM nichts fremd.Ja der Böse benutzt unsere wunden Punkte(Neurosen), er benutzt Menschen, die uns kränken und nicht wissen so gesteuert zu werden. Da hilft wirklich nur beten, und manchmal sind dann Seelsorger, Psychologen usw. verlängerte Arme Gottes zum trösten und vielleicht heilen.

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