Perlentaucher

Den Perlentaucher hole ich aus aktuellem Anlass (ein erfreuliches Gespräch) mal ein wenig nach oben …

Man erzählt sich die Geschichte einer Perle hier am

Strand. Sie entstand in jener Muschel durch ein grobes

Körnchen Sand. Es drang ein in ihre Mitte und die

Muschel wehrte sich. Doch sie musste damit leben

und sie klagte: Warum ich?

Eine Perle wächst ins Leben, sie entsteht durch tiefen

Schmerz. Und die Muschel glaubt zu sterben, Wut und

Trauer füllt ihr Herz. Sie beginnt es zu ertragen, zu

ummanteln dieses Korn. Nach und nach verstummt

ihr Klagen und ihr ohnmächtiger Zorn.

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Viele Jahre sind vergangen.

Tag für Tag am Meeresgrund

schließt und öffnet sich die Muschel. Jetzt fühlt

sie sich kerngesund. Ihre Perle wird geboren. Glitzert

nun im Sonnenlicht. Alle Schmerzen sind vergessen,

jenes Wunder jedoch nicht.

Sören Kahl


***
… und mein Blog wird für eine Weile ruhen.
Danke euch allen für sehr gute Beiträge.

***

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8 Gedanken zu “Perlentaucher

  1. Sehr schöne Geschichte! Das ist auch meine Erfahrung, dass ich – und meine Frau – dass wir durch die Krisen in meinem Leben näher zu Gott gewachsen sind. Ist natürlich einfach gesagt und schwer zu erkennen, wenn man mitten drin steckt. Aber wenn man sich zwischen den ganzen Tälern mal wieder auf einer Höhe befindet und zurückblickt, dann sieht man, wer und was einem durchs letzte Tal durchgeholfen hat.

  2. Hi Sabina, nur so als Hinweis: Ich habe mir die Freiheit genommen, das Gedicht für meinen Blog zu klauen – aus aktuellem Anlass…

    Herzlichen Dank und viele Grüße

  3. Hallo Rolf,
    klauen ist erlaubt, ich habe es ja selber von einer Postkarte.
    Die Karte, auch mit dem Motiv, habe ich für H gekauft, der gerade diese Krebserkrankung hat. Übrigens hat er nun ein Krankenhaus gefunden, dass ihn doch operieren will.

    Nicht erlaubt ist jedoch, hier deine Blogadresse nicht zu hinterlassen 😉 Über einen Umweg bei Bento finde ich dich aber und finde das Arrangement auf weißem Hintergrund sogar noch schöner.

    Sein erstes Kind in der Schwangerschaft zu verlieren, ist ein sehr harter Verlust und ja … wie schön und segensreich, dass eure Ehe daran nicht zerbrochen ist.
    Du sprichst etwas sehr wertvolles an, dass wir vielleicht erst in der Ewigkeit den vollen Umfang der Perle erfassen. Ich bin davon sogar überzeugt ….
    Ich wünsche euch weiterhin Segen und Trost.
    Sabina

    Hallo Bento,
    Perlentaucherfreund 😉 … das Freischalten hat sich gelohnt. Ihr vergnügt euch zuweilen auch ohne mich. Sehr gut das 🙂
    Lieben Gruß
    Sabina

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