Wer gebadet hat, ist ganz rein

Manchmal, vielleicht auch oft, komme ich mir wie Petrus vor, wenn Jesus sagt: „Das verstehst du noch nicht, aber später wirst du verstehen“.

Aus unserem Hauskreis horch unsere Gedanken, meinen Beitrag zum vergessenen Buß- und Bettag und vor allem was Jesus sagt:

Am Vorabend des Passahfestes wusste Jesus, dass nun die Zeit gekommen war, diese Welt zu verlassen und zum Vater zurückzukehren. Er hatte die Menschen geliebt, die zu ihm gehörten, und er hörte nicht auf, sie zu lieben. An diesem Abend aß Jesus zusammen mit seinen Jüngern.

Der Teufel hatte Judas, den Sohn von Simon Iskariot, schon zum Verrat an Jesus verführt. Jesus aber wusste, dass der Vater ihm alles in die Hand gegeben hatte, dass er von Gott gekommen war und zu ihm zurückkehren würde.

Da stand er vom Tisch auf, legte sein Obergewand ab und band sich ein Tuch aus Leinen um. Er goss Wasser in eine Schüssel und begann, seinen Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Tuch abzutrocknen.  Als er zu Simon Petrus kam, wehrte dieser ab: »Herr, wie kommst du dazu, mir die Füße zu waschen!« Jesus antwortete ihm: »Das verstehst du jetzt noch nicht. Aber später wirst du es verstehen.«

Für Petrus war es sehr unangenehm, dass der Meister ihm die Füsse wäscht.

Den Dreck des Alltags wäscht Jesus einfach wie selbstverständlich ab. Ein Dreck, den wir gerne verstecken und unsere stinkenden Füsse  eher bedecken, als sie Jesus hin zu halten. Liebevoll und behutsam geht Jesus ans Werk und trocknet mit einem kostbaren Leinentuch die Füsse. Müsste es nicht umgekehrt sein, der Niedrigste wäscht dem Höchsten die Füsse? Mit der Antwort Jesus verstehen wir das Gleichnis wie folgt:

„Ihr nennt mich Meister und Herr. Das ist auch richtig so, denn ich bin es. Wie ich, euer Meister und Herr, euch jetzt die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch gegenseitig die Füße waschen.
Ich habe euch damit ein Beispiel gegeben, dem ihr folgen sollt. Handelt ebenso! Ich sage euch die Wahrheit: Ein Diener steht niemals höher als sein Herr, und ein Botschafter untersteht dem, der ihn gesandt hat. Wenn ihr das begreift und danach handelt, wird man euch glücklich schätzen.“

Zwischen diesen Zeilen ist da aber noch etwas anderes. Auf die Frage Petrus „Herr, wie konmst du dazu?“, der Antwort Jesu: „Das verstehst du noch nicht, aber später wirst du verstehen“, folgt die Beharrlichkeit Petrus „Niemals sollst du mir die Füsse waschen.“ und der liebevolle Hinweis Jesu „Wenn ich dir nicht die Füsse wasche, gehörst du nicht zu mir.“
Das hat Petrus begriffen. Nicht zu Jesus gehören? Nein, so soll es nicht sein. Petrus will voll und ganz dazu gehören „Herr, dann wasche mir nicht nur die Füsse, sondern auch die Hände und das Gesicht.“ Petrus wollte zu Jesus gehören.

Es kommt aber noch besser. Jesus sagt:

»Wer gebadet hat, der ist ganz rein. Ihm braucht man nur noch den Straßenstaub von den Füßen zu waschen. Ihr seid alle rein — außer einem.«

Verstehst du was da steht? Wer erkannt hat (Simon Iskariot hat nicht dazu gehört), das Dreck bedecken und verstecken nicht viel bringt, wer damit zu Jesus geht und zu ihm gehört, das Geschenk der Vergebung in Anspruch genommen hat, mit seiner Hilfe Veränderung erfährt und sich taufen lässt,

ist am ganzen Körper rein

und brauch nur noch den täglichen Straßenstaub der Erde nach unserem Fussmarsch des Tages waschen zu Jesus bringen. Nur noch! … oft schwer genug. Aber überleg mal, du bist am ganzen Körper rein und brauchst nur noch den täglichen Staub bringen. Wenn das nicht Mut macht, Jesus in dein Leben einzuladen.

Wenn wir am eigenem Leibe erlebt haben, wie rein wir sind, wie frei wir sind und wie sehr wir glücklich sind und geschätzt werden, dann fällt es leicht, so auch dem Geringsten gegenüber zu handeln.

Ich sage euch die Wahrheit: Wer einen Menschen aufnimmt, den ich senden werde, der nimmt mich auf. Und wer mich aufnimmt, der nimmt den Vater auf, der mich gesandt hat.«

Hier klicken, für den kompletten Bibeltext.

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4 Gedanken zu “Wer gebadet hat, ist ganz rein

  1. Heutzutage wäscht Gott unsere Füße nicht. Stattdessen erwartet er dass wir uns baden und duschen. Was lernen wir dann von diesem Text? Wir lernen dass wir brauchen Gott um unsere stinkende Seele am besten Tag für Tag zu reinigen. So tauch ganz eifrig im Bad Gottes Wort; denn ich weiss dass du sehr begabt beim Schwimmen seist. Gottes segen dir Sabina und viel Freude dabei.

  2. Hallo Josef,
    sicherlich erwartet Gott was von mir/uns. Dennoch kann ich dir so nicht folgen, dass Gott heutzutage nicht mehr die Füsse wäscht. Das währe für mich ein unbarmherziger Gott und mir fehlt die Gnade Gottes in deiner Aussage. Nicht aus Werken alleine schafft ein Mensch es, gut zu sein …

    Sabina

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