Tom Werner

Tom Werner ist der beste Tom Tom der Welt und mein Tom Werner.

Während Tom Werner hier in 20 Minuten alle Straßennamen von Spanien und Portugal updatet dazulernt, denke ich so an meine letzte Reise mit ihm. Ich war fasziniert von dieser Präzision und der punktgenauen Landung.

Gut … manchmal habe ich Tom Werner auch nicht verstanden. Zum Beispiel wollte er, dass ich mich auf einer doppelspurigen Straße links halte, dessen weißer Pfeil mich gerade aus leitete.  So weit so gut. Tom Werner meinte jedoch, ich könne so besser in die rechte Straße abbiegen.

Na ja … nicht alles verstehe ich auf Anhieb. Vielleicht dachte Tom Werner auch, dass das bei uns Frauen so eine Sache ist mit der Links-Rechts-Vertauscherei. Manchmal schüttel ich mein kleines schlaues Köpfchen und meine es besser zu wissen als Tom Werner. Dann verstehen wir uns schon mal nicht. Dennoch wusste ich, dass ich in einer mir nicht vertrauten Gegend pünktlich und sicher ankomme und mich nicht verfranse. Später entdeckte ich, dass ich ja auch schon lange nicht mehr am Hauptrechner angeschlossen war, um mich aktuell zu informieren und Tom Werner sagte mir: „Wie kann ich dann zu dir sprechen, wenn du nicht zur Quelle kommst?“.

Tom Werner wusste IMMER, wo ich war, wie schnell ich fuhr, ob das gerade angemessen ist oder welche Richtung ich jetzt verbockt habe und wo ich einfach wenden sollte. Auch warnt mich Tom Werner vor gefährlichen Blitzeinschlägen.

Ich habe mich so sehr auf Tom Werner verlassen, dass ich mich richtig ausgeruht fühlte und ihm sogar sagte, ob er nicht bei der vor mir liegenden Abfahrt das Blinken übernehmen könnte, da ich gerade so bequem vor mich herfahre und bereit bin, die volle Verantwortung abzugeben.

Diese sorglose Gelassenheit war mir sehr willkommen. Sicherlich … Tom Werner hat mich nicht so blind durch die Gegend gescheucht, ich durfte ihm schon sagen, wo hin ich will und wie ich es mir vorstelle.

Es kann dann schon mal sein, dass die von mir ausgesuchte Strecke verstopft ist. Tom Werner meint dann, ich müsste diese Situation einfach mal für 18 km aushalten. Eine Umleitung wäre möglich, nicht aber sinnvoll und schließlich wollte ich ja die kürzeste Strecke.

Während Tom Werner hier also immer mehr die Übersicht gewinnt, obwohl ich doch nur auf meiner Insel zurecht kommen möchte, fasziniert mich diese GPS Satelliten-Technik.

Und dennoch ist es immer noch kein angemessener Größenvergleich, mit dem mir Gott ganz persönlich begegnen will.

Der Herr ist mein Hirte; darum leide ich keine Not. Er bringt mich auf saftige Weiden, lässt mich ruhen am frischen Wasser und gibt mir neue Kraft. Auf sicheren Wegen leitet er mich, dafür bürgt er mit seinem Namen.

Und muss ich auch durchs finstere Tal – ich fürchte kein Unheil! Du, Herr, bist ja bei mir; du schützt mich und du führst mich, das macht mir Mut

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