Heiliger Geist – Teil 1 a

Wesen und Wirken

In  Teil 1 habe ich Bibelverse unkommentiert zitiert, zum Wesen und Wirken des Heiligen Geistes. Dabei habe ich mich nur auf „das Wirken“ konzentriert und jene über „das Wesen“ ausgelassen. Die Frage nach dem Wesen erscheint mir auch komplexer. Wer oder was ist denn der Heilige Geist?

Ein Gefühl? Eine Kraft? Ein Mensch?

Er ist eine Person. Gott – Heiliger Geist.

Alle Bibelstellen sind übrigens verlinkt, so dass du die Bibel direkt aufschlagen kannst.

1. Er besitzt und beweist Eigenschaften einer Person

2. er handelt wie eine Person

  • er leitet uns in die Wahrheit (Joh 16, 13)
  • Er wirkt Wunder (Apg 8,39)
  • er überführt uns von der Sünde (Joh 16, 8 )
  • er tritt für uns ein (Röm 8,26)

3. ihm werden Dinge zugeschrieben, die nur von einer Person behauptet werden können

4. er tritt als Person mit anderen Personen in Beziehung

Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist … diese Trinität gänzlich zu erfassen, bleibt ein schwieriges Thema. Unter dem Motto, wie sage ich es meinem Kinde, wird die Trinität oft anhand von  „Wasser“ erklärt.

Denn Wasser behält im festen, gasförmigen und flüssigem Zustand dieselbe chemische Eigenschaft. Alle drei sind Wasser, dennoch unterscheiden sie sich von einander.

Oder die Sonne: Niemand hat die Sonne gesehen, so wie niemand den Vater gesehen hat. Dennoch erfahren wir viel über die Sonne, indem wir ihr Licht wahrnehmen, so wie wir durch Jesus die Herrlichkeit des Vaters erkennen können. Wir erfahren viel über die Kraft der Sonne, wie sie Pflanzen und Blumen zum wachsen bringen können. Solche Vergleiche sind nützlich und dennoch unvollkommen. Weil Gott nun mal der Schöpfer aller Dinge bleibt und sich nicht wissenschaftlich erklären lässt. In deinem Herzen aber, da kannst du ihn kennen lernen.

Eine kleine Anekdote habe ich dir noch mitgebracht: als eine Freundin von mir einer anderen Frau die Trinität Gottes erklärte, sagte jene: „ach – dann stecken die da oben also zu Dritt unter einer Decke.“ 😉

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10 Gedanken zu “Heiliger Geist – Teil 1 a

  1. wow – da hast du dir ja ein richtig steiles Thema gegriffen 🙂 … lohnt sich aber sehr, immer mehr über Wesen und Wirken des Hl.Geistes zu erfassen.

    Gleichnisse sind schon hilfreich, hat Jesus ja auch genommen um geistl. Wahrheit verständl. zu machen – bei dem Sonnen-Vergleich fehlt doch noch der Punkt, an dem die Sonnenstrahlen uns berühren – DAS ist das Wirken des Geistes Gottes in unserem Leben!

    Ich bin übrigens von der Ansicht abgekommen, dass der HG eine Person ist – der menschl. Geist ist auch keine Person, sondern Teil von uns.

    Segen!

  2. … und Teil von uns ist im Ganzen DIE Person. Ich meine, dass das hier auch rüber kommt, der HG ist keine eigenständige Person, sondern eben Teil der Trinität.

    „Die Sonne berührt uns“ fehlt nicht ganz: der Wachstum an den Pflanzen und Blumen ist hier erwähnt. Fakt bleibt aber – und damit hast du recht – jegliches Wort, jeder Vergleich bleibt unvollkommen gegenüber dem was IST.

  3. aso – in der Einleitung steht „Er ist eine Person.“ daher dachte ich, du hebst mehr darauf, als auf „Teil der Trinität“ ab. Diese theolog. Vorstellung gibt es tatsächl. – ich finde es schwierig, denn eine Person ist zwar immer in Beziehung zu „Anderen“, aber auch eigenständig. Das sehe ich beim Geist Gottes nicht – er ist mehr so die Wirksame Kraft, die von Gott ausgeht.

    ..ja stimmt – mit den Pflanzen, da „beobachten“ wir die Kraft, ich meinte mehr das eigene Erleben…
    aber das hast du ja eigentl. auch gesagt mit „Licht wahrnehmen“ –

    …war ja auch nicht als „Korrektur“, sondern als Ergänzung gedacht 🙂

  4. Da ich hier absolut unwissend bin, brauche ich jede Art von Unterstützung und jeder Kommentar ist willkommen.

    Persönlich ist es mir theologisch sogar egal, entscheidend für mich, die Auswirkung dessen, was Gott mit mir macht und unter Menschen bewirkt.

    Wenn ich „Person“ schreibe, dann weil sich das einfach nicht trennen lässt, die Trinität. Und Jesus ist eine Person, nämlich Mensch geworden.

    Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist – daher erscheint die Trinität für mich ein ganzes EINER Person.

    An „Person“ will ich nicht festmachen, dass es NUR um Beine und Arme und Kopf und Rumpf geht. Sondern lediglich geht es um die Eigenschaften des Heiligen Geistes, ähnlich einer Person.

    Baah … ich finde das Thema schwer, deshalb habe ich mich hier auch ran gewagt und wusste, das ich Unterstützung bekomme – Mich würde auch interessieren, wie andere es empfinden.

    Wenn die Auseinandersetzung mit diesem Thema mich dazu bringt, den Teil 1 B wichtiger zu nehmen, dann hat sich das schon gelohnt.

  5. Mmmhm, ich arbeite mal in die andere Richtung: der HG ist eindeutig Person. Er hat Willen, Gefühle (kann betrübt werden), er hat aktive Fähigkeiten, die von denen Gottes eindeutig unterschieden werden. Trotzdem ist er natürlich mit Gott eins, so wie Jesus Person ist und dennoch mit seinem Vater eins ist. Lasst uns bitte diese Spannung nicht wieder typisch westeuropäisch auflösen, indem wir entweder aus dem HG eine mystische Kraft Gottes machen oder indem wir ihn als eigenständige Person im Sinne einer menschlichen Person verstehen. Auch Jesus ist nur in der absoluten Spannung beider Pole verständlich, denn er ist eben ganz Person und Mensch auf der einen Seite und ganz Gott auf der anderen Seite. Person ist einfach ein missverständliches Wort. Ich würde eher Erscheinungsweisen sagen. Persona kommt ja aus dem römischen Theater und heisst eigentlich Maske. Sprich: ein Schauspieler schlüpft in Rollen. Hinter allem steckt Gott und trotzdem stirbt in Jesus nicht Gott selbst, sondern sein Sohn. Mmmhm. Für uns nicht so gut zu begreifen, für Orientalen wegen der anderen Denkmuster ein viel geringeres Problem! Deswegen dürfen wir aber gerade die Spannung nicht auflösen! Der HG ist Person und kann eben als solche auch angesprochen und gebeten werden. Das Denken an eine apersonale Kraft wäre eher Mystizismus, wie in zum Beispiel die Kolosser betrieben haben… – der Unterschied vom HG zu Jesus/Gott ist vor allem in der Funktion zu sehen. Er weist eben auf Jesus hin, hat also eine eher zuarbeitende und dienende Funktion. Aber nur Kraft? Dann frage ich mich, was in Genesis 1 als ruach=Geist über den Wassers schwebte… bestimmt keine Kraft, das widerspricht völlig dem jüdischen Denken…;-) Gruß und fetter Segen in der Kraft des Heiligen Geistes (was wenn der HG selbst eine Kraft wäre, ein ziemlich komischer Gruß wäre…;-)

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