So kann es einem ergehen

Das Wochenende war so von langer Hand nicht geplant. Vor Wochen war abgesprochen, dass ich erst am Montag nach Haan fahre, nicht aber am Freitag.

Irgendwann am Anfang meines Urlaubs entwickelte sich eine Tour, die mich Mitte der Vorwoche schon halb auf die Strecke nach Mettmann brachte. Ich dachte mir:

„wäre doch blöd, wenn ich nur für 3 – 4 Tage noch mal nach Hause fahre, um dann die Kilometer erneut abzugrasen.“

Überhaupt … der ganze Urlaub hat sich so spontan und segensreich noch weit vor diesem Wochenende entwickelt, was aber eine andere Geschichte ist. Erstmal diese hier:

Praktisch veranlagt wie ich nu mal bin, mailte ich meine Freundin an, was denn wäre, wenn ich schon eher käme.

Freundin – nennen wir sie Birte – selbst im Urlaub. In der Regel nimmt man da den Terminkalender nicht mit und manche schließen in der Urlaubszeit sogar Armbanduhren in den Safe.

Also kam eine Mail vom Urlaubsort „kein Problem“. Sie müsse zwar noch Mi – Fr arbeiten, aber ich könne kommen. Ich habe mich dann entschieden, erst am Freitag zu ihr zu fahren. Aber auch das ist eine andere Geschichte. Erstmal diese hier:

Irgendwann dann – an einem nicht konkret zu nennenden Tag – mailte mich Birte an. Mittlerweile aus ihrem eigenen Urlaub zurück, den Terminkalender vor der Nase.

Auf dem Zettel stand für das besagte Wochenende „Holland“ mit 3 weiteren Frauen aus der StandUp-Initiative. Die Frage an mich „Willst du mit?“.

Mittlerweile fand ich meine Mail-Schnitzeljagd „…wo fahre ich denn morgen mal hin“ recht lustig. Also Antwort: „Klar! Bin dabei! Finde ich cool.“

Also ab nach Haan um die Taschen nur auszutauschen und weiter nach Holland. Jedoch nicht um vorher einen portugiesieschen Bruder kennen zulernen, der dann weiterreiste und für jede Überraschung gut ist (pass also auf, wer bei dir im Godi sitzt!). Auch andere Blogger wünschen sich, den Bento kennen zulernen. Aber das ist eine andere Geschichte. Erstmal diese hier:

Ich ahnte schon auf dem Weg nach Holland, dass es ein sehr geistliches und inspirierendes Wochenende wird. Hatte ich deshalb am Freitagabend auch heftigste Anfechtungen?

Ich wusste schon im Vorwege „Lakeland“, „Heilung“ und „Todd Bentley“ werden Gesprächsthema sein. Beschäftigt man sich mit dem Thema Heilung und ist man auch Teamleiterin bei StandUP, bleibt das wohl nicht aus.

In der Ferienwohnung angekommen … es gab God.TV „Klasse!“ dachte ich, kann ich doch auch mal mitreden und mir ein Bild machen. Übertragungen aus Lakeland gab es zu dem Zeitpunkt nicht mehr.

Aber ein Buch hat die eine Freundin mitgebracht. Noch neu, noch ungelesen: „Die Realität der unsichtbaren Welt“ von Todd Bentley.

Ich gehöre zu den Skeptikern, die nicht alles aus Lakeland ungeprüft bejahen kann und der Bibelvers:

Aber sorgt dafür, dass alles einwandfrei und geordnet vor sich geht,

passt zu meiner Glaubenseinstellung. Ich möchte aber auch schlau genug sein, nicht bremsen zu wollen, Beurteilung und Verurteilung Gott zu überlassen, denn auch die unmittelbar vorgeschalteten Bibelverse sind nicht auszublenden:

Bildet ihr euch etwa ein, Gottes Botschaft sei von euch in die Welt ausgegangen?

Oder glaubt ihr, die Einzigen zu sein, die sie gehört haben?

Wenn einer meint, Gott rede durch ihn oder er sei von Gottes Geist erfüllt, dann muss er auch erkennen, dass alles, was ich hier anordne, dem Willen des Herrn entspricht.

Aus diesem Grunde möchte ich auch nicht über Todd Bentley im allgemeinen und seiner Scheidung im speziellen urteilen. Das tun im Netz schon tausende. Bedenke: Todd ist eben nicht ein gerechter Gott, sondern Mensch. Aber das ist eine andere Geschichte. Erst mal diese hier:

An dem Freitagabend hatte ich nicht nur heftige Rücken- und Kopfschmerzen, ich hatte auch Gedanken des Heimwehs – um es hier mal freundlich auszudrücken. Mir war alles zu viel geworden, das Reisen der letzten Tage und dann auch das Emotionale, das mir mit großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten 2 Tagen intensiv begegnen wird – so meine Ahnung.

Und ich legte mich ins Bett und betete „Jesus, ich will so negativ nicht denken, ich will nicht so negativ fühlen. Sei du am nächsten Tag bei mir und befreie mich von diesen negativen Gedanken.“

Samstag. Frühstück. Sonnenschein. Strand. Irgendwann fing eine von uns an, am Strand aus dem Buch „Die Realität der unsichtbaren Welt“ vor zu lesen. Was da in dem Buch stand, war in einer mir vertrauten Sprache – sympatisch.

Es war nicht die Sprache des Bum Bum oder die Sprache des Füssetretens, die mich vorsichtig nach Lakeland schauen ließ. Es war auch nicht die Tatsache, dass dieses Buch Todd geschrieben hat.

Was wir da lasen, rührte uns Frauen an und wir wollten gemeinsam mehr erfahren, was Jesus möglich macht. Wir legten Pausen ein und tauschten aus, was wir ganz persönlich in unserem Leben erfahren haben.

Und ich? Meine Schmerzen? Meine Gefühle von gestern? Sie waren weg. Es war eine sehr angenehme Gemeinschaft am Strand. Meine morgendliche und regelmäßige Schmerztablette habe ich sogar weg gelassen, aber aus einem anderen Grund. Ich zählte meine Tabletten, weil es so aussah, dass sie nicht bis zu meiner Abreise nach Hause reichen würden. Ergebnis: sie werden nicht reichen. Ich musste also sparsam mit ihnen umgehen, legte sie nur in den Rucksack für den Fall der Fälle.

Bis zum Abend und darüber hinaus genossen wir eine gemeinsame intensive Zeit und persönliche Zwiegespräche mit Gott,

dem leisen FlüsAber das ist eine andere Geschichte, erstmal diese hier:

In der Ferienwohnung wieder angekommen, die Tabletten noch im Rucksack. Über Nacht benötigte ich sie schon sehr dringend, es ging nicht anders, aber der Tag war herrlich befreiend, eine gute Atmosphäre und ohne Tabletten zu dem schmerzfrei.

Der Sonntag: nochmals ganz speziell und intensiv für jede Einzelne. Dann packen und Abschied am Strand. Heimfahrt. Statt Radio, weitere Seiten aus dem Buch. Gemeinsam sind wir so bis Seite 60 gekommen. Jede von uns wusste, es gibt die Realität der unsichtbaren Welt. Ich bin sicher, das glauben sogar die Ungläubigen.

Über diese unsichtbare Welt schrieb auch Storch eine kleine Reihe. Doch auf welche Seite des Lebens schlagen wir uns? Ich bin so froh, dass Jesus uns befreit hat und auch der Sieger in der unsichtbaren Welt bleibt.

Nur das ist eine andere Geschichte, erstmal diese hier:

Mein Heimweh? Wie weggeblasen! Es war ein super erholsames Wochenende. Aufgetankt, entspannt und locker, voller Kraft … und es wird weiter verändern, weiter Geschichte mit mir schreiben.

Der Heilige Geist, den euch der Vater an meiner Stelle als Helfer senden wird, er wird euch an all das erinnern, was ich euch gesagt habe, und euch meine Worte erklären.

Joh. 14, 26

Gottes Geist allein schafft Leben. Ein Mensch kann dies nicht. Die Worte aber, die ich euch gesagt habe, sind aus Gottes Geist; deshalb bringen sie euch das Leben.

Joh. 6, 63

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