Es tut so gut!

Mann, war das ein absolut froh machender Gottesdienst.

Selbst dieses Attribut drückt zu wenig aus, was wirklich passiert ist.

Die Sehnsucht, noch mehr von Jesus kennen zulernen, noch mehr seine Nähe zu spüren, dicht an seinen Füssen zu sitzen, wie Maria es tat, auch wenn Marta sich ebenfalls treu für ihren Herren einsetzt, sich um die Gäste Jesu zu kümmern – diese Sehnsucht, dieses Aufwachen, wünsche ich mir so sehr auch für unsere Gemeinde Vorort und alle anderen Gemeinden.

Der Tag heute war, wie meine Bloggerfreunde sagen würden, ein absolut „gesalbter“ Tag ( … und machten sie gesund.“ Luther, Mark. 6,13).

Dieser Tag wird mit Sicherheit weiter seine Kreise ziehen und nächsten Sonntag wird weiter gefeiert.

Wir haben heute zwei Lebensgeschichten gehört. Absolut bewegend und einblickend bis in die tiefste Psyche und Seele. Es waren absolut intime Gedanken und Erfahrungen, frei gesetzt durch und zur Ehre Jesu – dem Auferstandenem.

Menschen, die meine Hochachtung haben, wie sehr sie sich trauen von ihren Anfechtungen und ihren Kämpfen zu berichten. Menschen, die nicht verschweigen, dass es Kämpfe in der unsichtbaren Welt gibt. Ein Zerren und Zupfen des Widersachers und die pure Erfahrung (und besonders die gelassene Erfahrung): Jesus ist und bleibt der Sieger – sichtbar und unsichtbar.

Diese beiden Menschen lassen sich nächsten Sonntag taufen und jeder spürte heute: es ist mehr als ein kirchliches Ritual.

Auch eine klassische Regel in Gemeinden wurde durchbrochen: eine Versammlung nach dem Godi ohne Anwesenheit der potentiellen Täuflinge, aber mit den gemeldeten „Gemeindemitgliedern“, zur Abstimmung in den Kategorien „bin dafür“, „bin dagegen“, „enthalte mich“.

Wer mir gestattet, dass ich so tief in seine Seele einblicken darf, dieser Mensch hat es doch verdient, dass er in der Gemeinschaft Jesu dabei bleiben darf, wenn wir uns alle zusammen freuen!

Warum nicht auch gemeinsam die Empfehlungen des Pastors und der Gesprächspartner hören? Und es ist ja auch nicht erst seit heute bekannt, wer diese beiden Menschen sind. Wenn ich Fragen und Zweifel habe, können sie in der Tat VOR dem heutigen Sonntag geklärt werden.

Ich bin so dankbar, dass Jörg einen sanften Weg gefunden hat, uns das zu erklären und freue mich mit ihm, dass er auf offene Herzen gestoßen ist, alte Traditionen anders auszuleben, ohne den eigentlichen Sinn zu schmälern.

Ich habe es Zeit meines Lebens als diskriminierend empfunden, wenn Täuflinge nach der Offenbarung ihrer intimsten „Jesusbegegnung“ raus gehen mussten, damit noch ein Raum für ungeklärte Fragen anderer entstehen kann (sicherlich zum Schutze des Täuflings).

Es war echt ein wohltuender und geheilter (gesalbter) Sonntagvormittag.

Und so einen wohltuenden Tag wünsche ich auch dir von Herzen, besonders wenn du nicht glauben kannst oder dir noch so vieles verschlossen ist.

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13 Gedanken zu “Es tut so gut!

  1. Hi Bento, 🙂

    was assoziierst du mit „demokratischer Wahl zur Taufe“? Ich meine, dass ich dich verstehe, dennoch … bitte „auslegen“ 🙂

    „Die Kraft der Wahrheit die unsägliche Tradition überwunden?“ – Ja, eine von tausenden. Ich freue mich so darüber. Es muss sanft angefasst werden, dass ist die Kunst. Aber für Jesus ist ja nichts unmöglich, er befähigt seine Mitarbeiter.

  2. nee, die Nackenhaare sollen sich ja nun nicht bei dir kräuseln, Bento.

    Die Baptis erheben mit Sicherheit auch nicht den absoluten „nur wir“ Anspruch. Jedenfalls nicht so, wie ich meine Freunde und meine Familie kenne. Das muss ich dir nicht erzählen, ich schreib das mal hier „wem auch immer“.

    Ich sehe das so: erlöst und wiedergeboren ist ganz klar der/diejenige, der/die einfach eine persönliche Offenbarung (Begegnung) hat, einen Sinneswandel erlebt und Jesus als den einzigen erkennt, durch den wir Gottes personifizierte Liebe erfahren. Wir sind von dem, was uns von Gott trennt, durch Jesus Opfer und Auferstehung befreit. Er zwängt uns diese Liebe nicht auf, geht uns aber in Liebe nach. Eine klare Korrektur in meinem Leben ist dabei auch „Liebe“ und Wegweiser.

    Meine oder eine Entscheidung bei den Baptisten Vorort zu Hause zu sein, hat sicherlich etwas mit meinen „Naturell“ zu tun, wo ich mich zu Hause fühle oder meinen Platz sehe. Ebenso fühle ich mich auch in anderen Gemeinden sofort wohl, wo ich merke, hier ist Jesus zu Hause oder verstehe mich mit Menschen auf Anhieb gut, wo „ein Geist“ wirkt. Wie z. B. mit dir, Bento 🙂

    Dennoch – und auch das ist mir bewusst – dass wir Gotteskinder oft auch lieblos „Evangelikale verurteilen“ oder andere Konfessionen. Dabei war Jesus kein Religionsstifter – jedenfalls so verstehe ich das Evangelium.

    Angie (oder andere Leser), wie macht ihr das denn in eurer Gemeinde? Ich dachte, da sei es auch noch so „klassisch“.

  3. Keine Sorge, Herr ant …

    alles im grünen Bereich, wer deinen Lebensweg kennt, weiß durch aus, dass du sehr geistlich ausgereifte Gedanken und Erfahrungen mit bringst.
    Lediglich für ignorant halte ich dich, weil du das a nicht gegen das e bei Sabine eingetauscht hast 😀 – passiert dir ja aber selten.

    Passend zu deinem Kommentar verlinke ich mal von meinem Blog einen Text vom 7. März 2008. Klick hier.

    Schönen Tag dir.

  4. Nee, das war dann nun wirklich deine Eingebung. Es passte nur mal wieder parallel sehr gut. Ich kann nichts dafür 🙂

    Übrigens lohnt es sich auf deinem Blog mal den Widget „suchen“ einzufügen. Ich suchte neulich den „Misthaufen“ – habe ihn auch ohne Suchfunktion gefunden. Es lohnt aber für uns Leser, wenn du diesen Service hast.

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