Wenn ich du wäre

„Er hatte kein besonderes Aussehen. Er hätte heute diese Straße entlanggehen können, und keiner von euch hätte ihn überhaupt bemerkt. Er hatte nämlich ein solches Gesicht, dass du dich von ihm abwenden würdest, weil du sicher wärst, er würde nicht zu Deinesgleichen passen. Er war aber ein solch sanfter Mensch wie sonst keiner. Er konnte Kritiker zum Schweigen bringen, ohne je laut zu werden.

Er bahnte sich nie mit Gewalt seinen Weg; er zog nie die Aufmerksamkeit auf sich selbst, und er gab auch nie vor, etwas gut zu finden, was ihn ärgerte. Er war durch und durch echt. Und im Zentrum seines Wesens war Liebe. Und wie er liebte! Wir wussten ja gar nicht, was Liebe war, bis wir es in ihm sahen. Und er liebte jeden, selbst jene, die ihn hassten. Er kümmerte sich trotzdem um sie und hoffte, sie würden irgendwie einen Weg aus ihrer Selbstbezogenheit herausfinden, um zu erkennen, mit wem sie es zu tun hatten.

Und trotz all dieser Liebe war er völlig ehrlich. Selbst wenn er durch seine Taten oder Worte die finstersten Motive der Leute aufdeckte, fühlten diese sich nicht beschämt. Bei ihm fühlten sie sich sicher. In seinen Worten lag auch nicht die kleinste Spur einer Verurteilung; sie waren einfach eine Einladung, zu Gott zu kommen und frei zu werden. Niemand würde man seine tiefsten Geheimnisse schneller anvertrauen. Würde Sie jemand in Ihren schlimmsten Momenten ertappen, dann würden Sie sich wünschen, es wäre er.

Wenn er ihnen etwas zu sagen hatte, sagte er es und ging dann weiter, und man wusste, dass man mehr als je zuvor geliebt worden war. Ich spreche jetzt auch nicht über eine kitschige Sentimentalität. Er liebte; er liebte wirklich. Egal, ob Pharisäer oder Prostituierte, Jünger oder blinder Bettler, Jude, Samariter oder Heide. Seine Liebe stand allen zur Verfügung, die sie annehmen wollten. Die meisten taten das auch, wenn sie ihn sahen. Auch wenn ihm letztlich relativ wenige nachfolgten – durch die kurzen Momente seiner Gegenwart in ihrem Leben erlebten sie eine Frische und Kraft, die sie auch Jahre später nicht verleugnen konnten. Er schien irgendwie alles über sie zu wissen, liebte sie aber von ganzem Herzen.

Und als er dann an diesem schmutzigen Kreuz hing strömte diese Liebe immer noch herab – auf Spötter und desillusionierte Freunde gleichermaßen. Als er sich der finsteren Todeskammer näherte, müde von der Folter und in dem Gefühl, von seinem Vater getrennt zu sein, trank er weiterhin von dem Kelch, der schließlich unseren Eigensinn und unsere Scham austilgte. In der gesamten Menschheitsgeschichte gab es keinen größeren Moment. Seine Qual wurde schließlich zu dem Kanal, durch den wir Anteil an seinem Leben bekamen. Er war kein Irrer. Dies war Gottes Sohn, der sich bis zum letzten Atemzug hingab, um für Sie den vollen und freien Zugang zu seinem Vater herzustellen.“

„Wenn ich du wäre, würde ich nicht so viel Zeit verschwenden, um über Religion herzuziehen.
Stattdessen würde ich herausfinden wollen, wie sehr Jesus ohne Bedingungen dein Freund sein möchte. Er wird sich um dich kümmern, und wenn du es zulässt, wird er für dich realer werden als dein bester Freund, und er wird dir teurer sein als alles, was du sonst begehrst. Er wird dir Sinn und Ziel und eine Lebensfülle geben, die dich durch jeden Stress und jeden Schmerz hindurchträgt. Er wird dich von innen her verändern, um dir zu zeigen, was wahre Freiheit und echte Freude wirklich ist.“

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2 Gedanken zu “Wenn ich du wäre

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