Karfreitag

Dies ist Jesus, der Juden König

Jesus stellt sich seinen Gegnern

Auf der anderen Seite lag ein Garten. Dorthin ging Jesus mit seinen Jüngern. Judas, der Verräter, kannte diese Stelle, denn Jesus hatte sich oft mit seinen Jüngern dort aufgehalten. Nun erschien Judas mit einem Trupp römischer Soldaten und Männern, die ihm die Hohenpriester und Pharisäer mitgegeben hatten. Sie trugen Fackeln und Lampen und waren bewaffnet. Jesus wusste, was jetzt geschehen würde. Er ging ihnen entgegen und fragte: „Wen sucht ihr?“

„Jesus von Nazareth“, war die Antwort. „Ich bin es!“, erklärte Jesus. Judas, sein Verräter, stand mitten unter den Soldaten. Als Jesus klar und offen sagte: „Ich bin es“, wichen die Bewaffneten erschrocken zurück und fielen zu Boden. Jesus fragte noch einmal: „Wen sucht ihr denn?“ „Jesus von Nazareth!“, antworteten sie wieder. „Ich habe euch doch schon gesagt, dass ich es bin“, entgegnete Jesus. „Wenn ihr also nur mich sucht, dann lasst die anderen hier gehen!“ Damit sollte sich erfüllen, was Jesus früher gesagt hatte: „Ich habe keinen von denen verloren, die du mir anvertraut hast.“ Simon Petrus hatte ein Schwert dabei. Plötzlich zog er es und schlug damit Malchus, einem Diener des Hohenpriesters, das rechte Ohr ab. Aber Jesus befahl Petrus: „Steck dein Schwert weg! Soll ich denn dem Leiden aus dem Weg gehen, das ich nach dem Willen meines Vaters auf mich nehmen muss?“ Der römische Offizier befahl seinen Soldaten und den Dienern des Hohenpriesters, Jesus festzunehmen und zu fesseln.

Die Kreuzigung

sich den Gegnern stellen

Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte begegnete ihnen ein Mann aus Kyrene, der Simon hieß. Ihn zwangen sie, das Kreuz zu tragen, an das Jesus gehängt werden sollte. So zogen sie aus der Stadt hinaus nach Golgatha, was „Schädelstätte“ heißt. Dort gaben die Soldaten Jesus Wein mit einem bitteren Zusatz zur Betäubung. Als Jesus das merkte, wollte er nichts davon trinken. Dann nagelten sie ihn an das Kreuz. Seine Kleider verlosten sie unter sich. Sie setzten sich neben das Kreuz und bewachten Jesus. Über seinem Kopf brachten sie ein Schild an, auf dem stand, weshalb man ihn verurteilt hatte: „Das ist Jesus, der König der Juden!“ Mit Jesus wurden zwei Verbrecher gekreuzigt, der eine rechts, der andere links von ihm. Die Leute, die am Kreuz vorübergingen, beschimpften ihn und schüttelten spöttisch den Kopf: „Den Tempel wolltest du zerstören und in drei Tagen wieder aufbauen? Dann rette dich doch selber! Komm vom Kreuz herunter, wenn du wirklich der Sohn Gottes bist!“ Auch die Hohenpriester, Schriftgelehrten und führenden Männer des Volkes verhöhnten Jesus: „Anderen hat er geholfen, aber sich selbst kann er nicht helfen. Wenn er wirklich der König Israels ist, soll er doch vom Kreuz heruntersteigen. Dann wollen wir an ihn glauben! Er hat sich doch immer auf Gott verlassen; jetzt wollen wir sehen, ob Gott ihn wirklich liebt und ihm hilft. Hat er nicht gesagt: ‚Ich bin Gottes Sohn.‘ ?“ Ebenso beschimpften ihn die beiden Verbrecher, die mit ihm gekreuzigt worden waren.

Jesus stirbt am Kreuz

Kreuzigung

Am Mittag wurde es plötzlich im ganzen Land dunkel. Diese Finsternis dauerte drei Stunden. Gegen drei Uhr rief Jesus laut: „Eli, Eli, lema sabachtani?“ Das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Einige von den Umstehenden aber meinten: „Er ruft den Propheten Elia.“ Einer von ihnen nahm schnell einen Schwamm, tauchte ihn in Essig und steckte ihn auf einen Stab, um Jesus davon trinken zu lassen. Aber die anderen sagten: „Lass doch! Wir wollen sehen, ob Elia kommt und ihm hilft.“ Da schrie Jesus noch einmal laut auf und starb. Im selben Augenblick zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten von oben bis unten. Die Erde bebte, und die Felsen zerbarsten. Gräber öffneten sich, und viele Verstorbene, die nach Gottes Willen gelebt hatten, erwachten vom Tod. Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber, gingen in die Stadt und erschienen dort vielen Leuten.

Der römische Hauptmann und die Soldaten, die Jesus bewachten, erschraken sehr bei diesem Erdbeben und allem, was sich sonst ereignete. Sie sagten: „Dieser Mann ist wirklich Gottes Sohn gewesen!“

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