Beziehungen

Ein Freund fragte mich Anfang des Jahres, ob ich ihm für das Schreiben einer Geschichte mit meinen Bibelkenntnissen aushelfen kann. Ich helfe gerne, nur war mir das irgendwie so „beziehungslos“. Ich kann es mir schwer vorstellen, einfach nur passend zu der Fiktion seiner Geschichte meine Bibelkenntnisse zu zusteuern.

Aber egal wie, man beschäftigt sich mit der Bibel und man lernt Gotte näher kennen. Wie etwas beginnt und was für einen Weg man dann geht, bzw. wie so ein Projekt die Seele anrührt, vermag der Geist Gottes alleine.

Ich habe die Bitte, ihm zu helfen, nicht ausgeschlagen. Er wollte aber, während er im Schreibfluss ist, eine schnelle Lösung, ein schnelles Bibelwort. Und deshalb war mir das Projekt nicht „nahe“ genug. Ich schrieb ihm eine Mail und hier ist ein Auszug davon:

Zurück zu meinen Bibelkenntnissen. Ich bin also jemand, der „mit“ Jesus lebt und ich bin keine Geschichtenerzählerin oder Theologin oder wandelnde Konkordanz, die sofort sagt, dass steht da und dort und würde zu deiner Geschichte passen. Ich kann dir also nicht erfüllen, was du dir vielleicht von einer „schnellen“ Hilfe vorstellst. Das solltest du wissen.

Heute morgen nun – während der Kaffee brodelt – weckt der Artikel „Was tun, wenn mir eine Bibelstelle nichts sagt“ von Storch mein Interesse.

Zitat:

Wir legen oft zu viel Gewicht darauf, die Bibel zu verstehen, dabei geht es nicht darum, eine Beziehung zu einem Buch zu haben sondern um die Beziehung zu Jesus.

Jesus hat uns kein Buch zurückgelassen, als er zum Vater ging sondern seinen Geist (Johannes 14,16-17). Ein Bibellehrer hat mal gesagt, dass „das geschriebene Wort das lebendige Wort (Jesus) offenbart.“ Darum geht es, ihn immer besser kennen zu lernen. Durch welche Passage Gott dann redet ist seine Sache, aber wir sollten an die Bibel so herangehen, dass Gott selber zu uns spricht und über das beten, was wir lesen, dann werden wir automatisch die Bibel immer mehr von Gottes Perspektive aus lesen und er wird mehr zu uns sprechen.

Das Problem sind auch gar nicht die Stellen, die wir nicht verstehen, sondern die Stellen, die wir zwar verstehen aber nicht leben.

In dem ganzen Artikel von Storch finde ich mich mit meinem Leben und meiner Beziehung zu Jesus wieder. Das Leben wäre doch wirklich so hohl, kalt und lieblos, wenn nicht Beziehungen uns zeigen, wie wir das Leben mit Farbe schmücken.

Sich dabei frei und ehrlich zu begegnen, ist dabei um so schöner und schillender, wenn wir darum wissen und es erlebt haben, dass für alle Sorgen, für alle Schuld und für alle Krankheiten Jesus für mich gestorben und auferstanden ist.

John Stott sagte:

Jesus hat in Wort und Tat deutlich gemacht: Wenn man ihn kennt, kennt man Gott, wenn man ihn sieht, sieht man Gott, wenn man an ihn glaubt, glaubt man an Gott, wenn man ihn in sein Leben aufnimmt, nimmt man Gott auf, wenn man ihn ehrt, ehrt man Gott, wenn man ihn ablehnt, lehnt man Gott ab.

Mein Kaffee ist mit dem „Brodeln“ fertig und ich wünsche dir einen super schönen Tag.

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