Chancen

Ich stelle mir gerade die Frage eines Chefs vor, der bei einem Einstellungsgespräch auf die Referenzen schaut.
Und dann entdeckt er eine völlig verrückte Geschichte voller Ironie und mit Sinn und Verstand.

Bildschirmfoto 2014-05-11 um 18.47.32

Welche Chancen ergeben sich aus deinem Leben, aus deiner Vergangenheit?
Gibt es so etwas wie einen roten Faden, der sich durch dein Leben zieht?

Spannungsfelder

Zitat Sabina 2009: Meine Berufung ist eng verzahnt mit meinem ganzen Sein, mit meiner Geschichte, mit meiner Vergangenheit, mit meinem Hier und Heute, meinem Charakter, meiner Bestimmung Gottes seit meiner Zeugung. Ebenso das ganz leise, das weniger spektakuläre und revolutionäre ist Bestandteil meiner Berufung. Also muss ich über mich und meine Geschichte nachdenken und über meine Freundschaft zu Gott.

Ebenso auch mein Beruf kann eine Berufung sein, weil ich schlicht in Christus eine neue Kreatur bin und durch mein ganzes “Sein” ein Handeln an den Tag lege (Wesen, Art, Reaktion, Meinung, Atmosphäre, Taten), der eben so anders ist, als allgemein üblich. Somit ist  klar, ich muss keinen geistlichen Posten haben, um von “meiner Berufung” zu reden. Auch – oder gerade – in einem “weltlichen”  Job gibt es für mich also  auch eine Berufung. Denn die “weltliche” Sabina und die “geistliche” Sabina sind nun mal ein und dieselbe Person.

Zusammenfassung 2014: Die Berufung zeigt sich in vielen Spannungsfeldern unseres Lebens und ist ein lebenslanger Prozess.

Bildschirmfoto 2014-05-01 um 17.16.27

Bildschirmfoto 2014-05-01 um 18.22.10
 

Quelle: Das Hauskreis Magazin 29

 

Ein Stiefel voll Liebe

Aus dem Alter bist du raus, hast du dir gesagt und deine Freundin prompt zum Heulen gebracht. Sie ist nahe am Wasser gebaut. Sie wollte dir deinen Stiefel füllen mit Pfeffernuss und Mandelkern und natürlich einem lustigen Schokoladen-Nikolaus.

Du hättest mitspielen sollen und den Stiefel am Abend vor die Tür stellen. Das wäre alles gewesen. Nun gab’s keinen Stiefel, keinen Nikolaus, nur miese Stimmung, Tränen und Vorwürfe.

Junge, Junge, ich schreib dir schnell, ich, Sankt Nikolaus, einer der Promis im Himmel. Wirklich. Die wenigsten Heiligen können mithalten, was meinen Termin betrifft. Und die Ausstattung! Dick in allen Kalendern: der 6. Dezember. Lasst uns froh und munter sein. Und nicht unfroh und verheult.

Alles nur Kommerz? Nun tu nicht so enthaltsam. Alles nur Kitsch? Ach, du bist ein vorweihnachtlicher Spielverderber. Ein Nikolausmuffel. Kein Wunder, wenn du als Stinkstiefel im Gedächtnis bleibst. Hauptsache, ehrlich. Ehrlich? Ist nicht ehrlich dein Wort für lieblos? Ehrlich. Ich mag mein Fest. Und ich mag alle, die sich heute oder morgen verkleiden.

Ich mag die, die sich ihre Sprüche einprägen, den Bart ankleben, den Sack mit Geschenken füllen und losziehen. Es sind viele. Viele voller Liebe. Das weiß ich. Und manche tun es auch fürs Geld. Ja. Das ist so. Ich mag die Nikoläuse, die sich ihre Euros verdienen wollen und froh sind, dass es wenigstens diese Jobs gibt.

Und die Kinder! Ich höre dich schon wieder murren. Diabetes, Diabetes! Ach, wenn die Kinder im Advent nur am 6. Dezember Süßigkeiten bekommen und dann wieder an Weihnachten. Das wäre mein Tipp. Aber am Nikolaustag nur Knäckebrot und saure Gurken? Du bist albern.

Im Himmel übrigens spielen Kalorien keine Rolle mehr. Wir sind erlöst, auch von diesem Trauerspiel. Und nun stell deinen Stiefel raus und ruf die Freundin an. Sag, du bist wieder brav und sie soll froh und munter sein, irgend sowas. Kindisch? Mag sein. Aber voller Liebe. Und das zählt.

Michel Graf, www.gott.net

Quelle: “Der andere Advent” von AndereZeiten e.v. vom 06.12.2011 Nikolaustag

irgendwie biblisch

Ich glaube daran, dass alles was passiert seinen Grund hat, manche Menschen sich verändern, damit du lernst jemanden gehen zu lassen, Dinge falsch laufen, so dass du die Richtigen zu schätzen weißt, dass du den Lügen glaubst, um daraus zu schließen, dass du nicht jedem Vertrauen kannst,und manchmal gute Dinge einfach vorbei gehen müssen, damit Bessere folgen können.

Marilyn Monroe

Ich bin überzeugt, so oder so ähnlich hätte auch Jesus das liebevoll gesagt, um neue Weg zu ebnen …

Ein Geschenk

Manchen Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie da sind. Manche Menschen wissen nicht, wie gut es tut, sie nur zu sehen. Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe ist. Manche Menschen wissen nicht, wie ärmer wir ohne sie wären. Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen.

Petrus Ceelen.

Thomas

Einer war nicht dabei.
Einer war so völlig ahnungslos.
Er hat nichts gewusst.
Konnte sich nicht wundern.
Konnte nicht miterkennen.
Konnte nicht dabei sein.
Die Freunde hatten ihm etwas vorraus.

Sie erzählten ihm alles.
In allen schillernden Farben.
Jeden Schmerz, jede Trauer,
jedes Wunder, jede Erkenntnis,
jede Begegnung.
Alles, was andere erlebten
und was jeder eigens erlebte.

Vom Tod auferstanden?
Freunden kann man doch vertrauen.
Dafür sind Freunde doch da.
Einfach annehmen, was sie erzählen.
Wird schon stimmen.

Zweifel?
Ja! Zweifel!
Fette Zweifel.

“Wenn ich nicht selbst in seinen Händen die Stelle sehe, wo die Nägel hindurch geschlagen wurden und meine Finger genau in die Stelle legen kann und mit seiner Hand die Seitenwunde anfassen kann, dann werde ich es nicht glauben.”

Wunden.
Sie sprechen.
Die Haut.
Der Körper.
Der Schmerz.
Die Augen.
Sie alle sprechen.
Verwundung geht nicht spurlos vonstatten.

Folter.
Untersuchungshaft.
Ermittlungen.
Befragungen.
Das Urteil.
All das tut weh.
Menschen, die dies erlebten, würden “danach” sagen:
“rühr mich nicht an.”
“pack mich nicht an.”
“Lass mir meine Hornhaut”.
Keine Schwäche.
Keine Träne.
Bloß keine Blöße.

Jesus sagt:
“Du darfst mich anrühren”.

8 Tage später.
Die Tür war verschlossen.
Jesus stellte sich aber mitten unter ihnen.
“Friede mit euch.”
“Thomas?”

“Thomas? Komm her … Komm her mit deinen Fingern. Genau an die Stelle und schau dir meine Hände genau an. komm mit deiner Hand und fass die Seite an. Sei nicht ungläubig sondern vertraue.”

Jesus ist berührbar.
Verletzbar.
Ein Mensch wie du und ich.
Und er ist Gott.
Gottes Sohn.
Er sucht meine Nähe.
Er geht nicht auf Abstand.
Er ist mein Freund.

Du bist es.
Mein Herr.
Mein Gott.
Du hast den Tod besiegt.

“Weil du mich mit deinen eigenen Augen gesehen hast, glaubst du. Doch richtig glücklich können die sein, die vertrauen, ohne etwas zu sehen.”