interessant …
Mittwoch, 4 November 2009
Heute mal die Gedanken von Bayles Conley zum Thema Berufung:
Das Wort berufen wird in der griechischen Sprache auch gebraucht, um jemanden zu einem Fest zu versammeln. Wir wurden zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen und wir werden eines Tages dort sitzen, um all die Dinge zu genießen, die Gott für die Ewigkeit geplant hat.
Das Wort berufen wird aber auch gebraucht, um jemanden vor einen Gerichtshof vorzuladen, um Rechenschaft für sich abzulegen oder um ihn zum Gericht zu laden. Eines Tages müssen wir Rechenschaft für unser Leben ablegen. Und eines Tages wird jeder von uns vor dem Richterstuhl Christi stehen und einen Bericht über die Werke geben, die er im Leib getan hat.
Und so sind wir hier auf Erden berufen für ein Amt, eine Aufgabe oder eine Verantwortung. Wir wurden alle berufen, etwas für Christus zu tun. Wir sind Botschafter für Christus und wir müssen Jesus gegenüber einer verlorenen und sterbenden Welt repräsentieren.
Zwischen Hochzeitsmahl und Gericht ein ganz schön aufregender Spannungsbogen, nicht wahr?
Leidenschaft schafft Leiden?
Samstag, 31 Oktober 2009
In den vorherigen Beiträgen ist mehr als deutlich geworden, dass meine Berufung eng verzahnt ist mit meinem ganzen Sein, mit meiner Geschichte, mit meiner Vergangenheit, mit meinem Hier und Heute, meinem Charakter, meiner Bestimmung Gottes seit meiner Zeugung. Ebenso das ganz leise, das weniger spektakuläre und revolutionäre ist Bestandteil meiner Berufung.
Heute nun eine weitere Facette im Licht der Berufung: meine Leidenschaft. Leidenschaft muss dabei nicht immer heißen, dass sie positiv und fröhlich daher kommt … aber dazu vielleicht etwas später mehr …
Manche Dinge gehen mir gut von der Hand. Wenn ich Besuch habe, dann sorge ich gerne für Atmosphäre und richte alles nett her. Hier noch ein bisschen Deko und … ach ja … da kann auch noch ne Kerze brennen … und … dies könntest du auch noch ein bisschen anders arrangieren … überhaupt, der lange dagewesene Stil erlebt noch einen Wandel, einen neuen Farbklecks.

Aber Essen herrichten, ein Buffet zusammenstellen, dafür dann auch noch Stundenlang in der Küche stehen oder gar Nachtschichten einlegen … schon nach wenigen Minuten wäre ich völlig entnervt oder es kostet mich einige Energie, dran zu bleiben.
Es muss nicht immer der Tintenkiller sein
Freitag, 2 Oktober 2009
Prolog:
Ist es doch nun schon ein Weile her, dass ich den letzten Beitrag zum Thema „Berufung“ schrieb. Ich musste selber erstmal stöbern? Wie weit sind wir in Sachen Erkenntnis voran geschritten? Ah … hier ist Lektion 1 (Beruf gleich Berufung?) und da die 2 (Gottes Berufung, mein Sein), gefolgt von 3 (Unspektakuläre Berufung), bis hin zu 4 (Begabung und Unbegabung) und 5 (Berufung im klitzekleinen Alltag).
Da gibt es also meinen Beruf, der eine Berufung sein kann, weil ich schlicht in Christus eine neue Kreatur bin und durch mein ganzes „Sein“ ein Handeln an den Tag lege (Wesen, Art, Reaktion, Meinung, Atmosphäre, Taten), der eben so anders ist, als allgemein üblich. Somit ist klar, ich muss keinen geistlichen Posten haben, um von „meiner Berufung“ zu reden. Auch – oder gerade – in einem „weltlichen“ Job gibt es für mich also auch eine Berufung. Denn die „weltliche“ Sabina und die „geistliche“ Sabina sind nun mal ein und dieselbe Person. Sonst wäre ich ja auch nur am Sonntag Christ und zwischen Montag und Samstag ein Sünder.
Alltägliche klitzekleine Momente
Montag, 1 Juni 2009
So viel sollte klar sein: Berufung hat nicht nur etwas mit meinem Handeln zu tun, sondern viel mehr mit meinem Sein. Sie ist viel mehr als nur eine Aufgabe in einer christlichen Gemeinde. Gott geht es bei meiner Berufung um meine ganze Person und um mein ganzes Leben. Mit Haut und Haaren, mit Geist, Seele und Leib. Berufung ist deshalb nicht DIE eine GROßE Sache, sondern zieht sich durch meinen Alltag, den klitzekleinen so unscheinbaren Momenten.
Begabt oder Unbegabt
Mittwoch, 20 Mai 2009
Hatte ich irgendwie im vorherigen Artikel hervorgehoben: offen sein dafür, von Gott gebraucht zu werden?
Dann verfolgt mich das, denn hier in meinem Andachtsbuch steht heute ähnliches: „Warum sagen Sie nicht heute: Herr, hier bin ich, gebrauche mich! Und nach dem Sie dieses einfache Gebet gesprochen haben, sein Sie bereit. Gott wird Ihnen vielleicht erstaunliche Gelegenheiten senden, damit Sie heraustreten und zu seiner Ehre gebraucht werden.“
Nun … erst einmal spulen wir die Tage ein wenig zurück.
Unspektakulär
Freitag, 15 Mai 2009
Spektakuläre Berufungen:
Moses: Gott spricht durch einen brennenden Dornenbusch.
Gideon: begegnet einem Engel, der zu ihm spricht
Jesaja: hat spektakuläre Visionen
Paulus: hört die Stimme Jesu und wird von einem Licht umgeben.
Die Jünger: lassen sich von jetzt auf gleich berufen und legen ihre Arbeit nieder.
Muss es immer spektakulär sein, wenn Gott beruft?
Gehorsam
Mittwoch, 6 Mai 2009
Gottes Berufung geht viel tiefer und sehr weit und hat nichts mit „Handeln“ zu tun. Gottes Berufung hat mit meinem „Sein“ zu tun. Es geht um meine ganze Person, um mein ganzes Leben, mit Haut und Haaren, mit Geist, Seele und Leib. All das hat das Potential, meinen Glauben mit meinem Alltag zu verbinden. Also muss ich über mich und meine Geschichte nachdenken.
Zuerst einmal ist Berufung die Art und Weise, wie Gott Menschen in sein Handeln einbezieht. Er möchte durch mich auf dieser Erde handeln. Meine Kraft, Kreativität und Begabung möchte er zum Bau an seinem Reich einsetzen. Als Christ bin ich nicht ausschließlich gerettet. Ich habe auch immer eine Aufgabe, zu der ich berufen bin. Und indem ich meiner Berufung nachkomme, entspreche ich Gottes Willen. Punkt.
Jetzt wird es aber kribbelig:
Beruf gleich Berufung?
Montag, 27 April 2009
Mein Job ist eindeutig ein mir von Gott geschenkter Job. Ich bin seit 22 Jahren dabei. Ich habe diesen Job nicht gesucht, ich habe nur ohne konkretes Ziel eine Weiterbildung zur Arztfachhelferin absolviert (heute: Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung) und wurde dann von meinem damaligen Dozenten und späteren Chef abgeworben. Drei Monate später wurde ich chronisch krank und mit den Auszeiten nach Operationen wäre ich in einer Arztpraxis heute nicht tragbar. Es gibt so viele Geschichten, die mich zudem in diesem Job bestätigen, der mir nach wie vor zum Segen ist … dennoch stelle ich mich in Frage.

















