Die Hütte
Sonntag, 25 Oktober 2009
„Die Bibel lehrt dich nicht, Regeln zu gehorchen. Sie ist ein Bild von Jesus. Zwar können Worte dir sagen, wie Gott ist, und vielleicht sogar, was er von dir erwartet, aber nichts davon kannst du allein auf dich gestellt erreichen. Du kannst dein Leben nur in Gott leben. Du meine Güte, du hast doch nicht wirklich gedacht, du könntest die Rechtschaffenheit Gottes auf dich allein gestellt leben?“
„Naja, ich glaube irgendwie schon …“ sagte er kleinlaut. „Aber du musst zugeben, das ein Leben nach Regeln und Prinzipien einfacher ist, als sich wirklich auf Beziehungen einzulassen.“
„Es stimmt, dass Beziehungen viel komplexer sind als Regeln, aber Regeln können dir niemals Antworten liefern auf die tiefen Fragen des Herzens, und sie werden dich niemals lieben!“
***
Zitat „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“ von William P. Young
Ich mache es mir hier mal recht einfach, schreibe keine persönliche Rezi, lass ein Zitat, eine Leseprobe und einen Blogeintrag von Günter sprechen und kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Kennst du es? Wie findest du es?
Punchinello
Sonntag, 11 Oktober 2009
Kennst du Punchinello? Punchinello war heute bei uns im Gottesdienst. Punchinello ist jemand, der meint, er hätte keine besonderen Fähigkeiten. Er versuchte, genauso hoch wie die anderen zu springen, aber er fiel dabei immer hin. Einige Male bekam er Blessuren beim Fallen. Er versuchte dann zu erklären, warum er gefallen war und sagte etwas Dummes. Er hatte Angst, sich dumm anzustellen, zum Beispiel seinen Hut zu vergessen oder in eine Pfütze zu treten und dann wieder ausgelacht zu werden. Er hatte wirklich schon so viele Makel an sich, dass einige Wemmicks auf ihn zu kamen und ihm ohne Grund noch ein Makel verpassten. Nach einer Weile hatte er so viele Graupunkte gesammelt, dass er sich nicht mehr aus dem Haus traute.
Aber heute, heute war Punchinello im Gottesdienst. Und Eli, der Holzschnitzer sagte:
„Die Aufkleber kleben nur, wenn sie dir was ausmachen. Die Aufkleber kleben nur, wenn du sie kleben läßt. Je mehr du meiner Liebe vertraust, desto weniger kümmern dich die Aufkleber. Besuche mich in der Zwischenzeit einfach jeden Tag und laß mich dich daran erinnern, wie viel mir an dir liegt. Das, was ich denke, ist wichtiger, als das, was andere denken.“
Aber lies doch die ganze Geschichte von Punchinello.
Gönne dir oder anderen ein tolles Geschenk. Gönne dir das Buch von Max Lucado „Du bist einmalig“. Tauch ein und meditiere über die Bilder. Und erfahre in deinem ganz persönlichem „Flüs“ die heilenden Hände eines wunderbaren Papas, deinem Schöpfer und Gott.
Stille
Freitag, 25 September 2009
Einen lieben Wochenendgruß an euch mit einem Zitat von Jürgen Werth aus dem Ideenheft zum Jahr der Stille.
Die Wüste ist der Ort der Zuwendung Gottes. Auch unsere Wüste. Dabei ist jede Wüstenzeit immer auch Krisenzeit. Es macht nur selten Spaß, sich selbst zu begegnen, in die eigenen Abgründe zu blicken. Die grinsenden Fratzen der Dämonen auszuhalten. Wir sollten uns vor romantischen Verklärungen hüten. Doch Neues wächst wohl nur in der Krise. Ohne Geburtswehen kommt kein neuer Mensch zur Welt. Ohne Pubertät wächst kein reifer Mensch. Ohne Niederlagen bildet sich kein barmherziger Mensch. Ohne Sündenerkenntnis verkommt die Vergebung zur Belanglosigkeit.
Ich will sie locken und will sie in die Wüste führen und freundlich mit ihr reden
(Hosea 2,16)
Das würde auch Jesus gefallen
Mittwoch, 2 September 2009
Von ungefähr muss einen Blinden
Ein Lahmer auf der Straße finden,
Und jener hofft schon freudenvoll,
Dass ihn der andre leiten soll.
„Dir”, spricht der Lahme, „beizustehen?
Ich armer Mann kann selbst nicht gehen;
Doch scheint’s, daß du zu einer Last
Noch sehr gesunde Schultern hast.
Entschließe dich, mich fortzutragen,
So will ich dir die Stege sagen:
So wird dein starker Fuß mein Bein,
Mein helles Auge deines sein.”
Der Lahme hängt mit seinen Krücken
Sich auf des Blinden breiten Rücken.
Vereint wirkt also dieses Paar,
Was einzeln keinem möglich war.
unergründbare Wege
Sonntag, 7 Juni 2009
Wie cool ist das denn!!
Als ein biographisches Highlight betrachtet Böttcher seine Konvertierung vom melancholischen Suchenden zum bekennenden (und bekennend nicht-fundamentalistischen!) Christen, welche nach abenteuerlichen Glaubenserlebnissen im Oktober 2001 mit seiner Taufe in einer Hotelzimmerbadewanne durch den amerikanischen Pastor Bayless Conley ihren Lauf nahm.
Nachgegangen nach einer Linkempfehlung auf dem Blog von Wegi und auch das hier gefunden auf dem Blog von Jens Böttcher:
Ich habe einen Tinnitus im Auge – ich seh überall Pfeifen (unbekannter Dichter). *gg*
Schöpferische Freiheit
Dienstag, 26 Mai 2009
Mein Vater ist bis heute am Werk, und ebenso bin ich am Werk.
Wenn man lange genug bei Gott rumhängt, beginnt Gott abzufärben. Man arbeitet nicht mehr aus irgendeinem moralischen Leistungsdruck heraus oder weil „man“ als Christ dies der jenes tun sollte. Wenn man mit jemandem zusammen lebt, dann färbt dessen Energie ab. Wenn man mit Gott lebt, dann beginnt Gott abzufärben. Das Wesen Gottes aber ist Kreativität und Schöpferkraft. Wer mit Jesus lebt, für den wird das, was er will, immer mehr das, was er auch selbst will.
Mord am Gott meiner Vergangheit
Samstag, 9 Mai 2009
… welch ein
kühner Titel. Der Hauptüberschrift in der AUFATMEN 2/2009 hört sich dagegen etwas weniger spektakulär an: Mein freiwilliges gottloses Jahr.
Also aus der Kategorie „Dossier: Verzichten lernen“ stammt dieser Artikel nicht. Er ist aber – wie ich finde – atemberaubend zu lesen. Ein Anklagebrief vom feinsten, der aus der Erkenntnis geboren ist, wie viel Verlogenheit, unterdrückte Gefühle und Verdrängungsmechanismen es in unseren Reihen gibt, dass es zum Himmel stinkt. Kein Anklagebrief an Menschen … nein, ein Anklagebrief an Gott den Schöpfer höchstpersönlich, wie es uns die Psalmen und auch z. B. Jeremia vor gemacht haben.
Wohl erzogene Christenkinder trauen sich so etwas mit einem Heiligen Gott nicht zu, weil sie befürchten, verstoßen zu werden. Dann doch lieber tot in mitten von wohl gedachter Sicherheit verweilen.
Gibt es ein Leben nach der Geburt?
Sonntag, 19 April 2009
Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.
„Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“ fragt der eine Zwilling. „Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was draußen kommen wird.“ antwortet der andere Zwilling.
„Ich glaube, das ist Blödsinn!“ sagt der erste.
Ein ferner Gott so nahe und mitfühlend
Mittwoch, 15 April 2009
Im Moment sind meine kreativen Phasen woanders gefragt und ich tobe mich dort aus, nicht aber auf meinem Blog. Merkt man ja auch, wenn ich schon abgebissene Hasen fotografiere.
Aber diesen Artikel hier finde ich sehr nachdenkenswert. Nicht alleine das Ereignis in Winnenden lässt uns fragen, wo denn Gott zu diesem Zeitpunkt war und es gibt immer Schlaumeier, die genau wissen, was da geistlich abgeht und dichten viel zusammen. Ich finde die Aspekte, die hier erwähnt werden, sehr alltagstauglich und die zitierten Bibelverse sehr anregend.
So ganz anders als ein Beamter
Sonntag, 5 April 2009
Hast du heute schon die beiden Artikel von Storch „Die betende Witwe“ und „Der Feigenbaum“ gelesen?
Bist du der Meinung Gott sei ein überarbeiteter Beamter? Dessen Schreibtisch überquillt und immer mehr neue Anfragen in seinen Posteingang ankommen? Wo Engel schubkarrenweise Briefe ankarren, die Gott schon die letzten Jahre nicht abarbeiten konnte? Hast du das Gefühl, der Zustand der Welt wird immer kritischer und Gott verliert den Überblick? Bist du der Meinung, gelegentlich kommt die Putzfrau und schmeißt schon einmal die Anfragen der Leute weg, die in der Zwischenzeit gestorben sind, weil sie sich von selbst erledigt haben? Stellst du dir dagegen den Postausgangskorb sehr übersichtlich vor, mit wenigen Anliegen die einen „genehmigt!“-Stempel tragen, weil das Gebet erhört wurde? Denkst du nur Jesus kann Bäume austrocknen lassen und sagt dir arrogant: „Tja, sowas kann nur ich!“?
Nicht meine Worte, sondern zitiert von Storch. Lies mal die beiden Artikel, ich finde sie sehr schön und vergiss nicht, es eigens auszuprobieren. Denn das kann ich dir aus meinem Leben unkopiert bestätigen: der allmächtige Gott ist da, sieht und hört mich, mein himmlischer Vater ist nicht überarbeitet und Jesus erteilt mir in seinem Namen Autorität und traut mir einiges zu.
Wage es!
Sich entscheiden, altes loszulassen
Mittwoch, 4 März 2009
Es ist ein Abenteuer, sich miteinander auf den Weg zu machen. Wir (7 – 9 Frauen) machen „7 Wochen ohne Zaudern“, sammeln Impulse und treffen uns einmal in der Woche zum Austausch und Gebet. Für mich ist es deshalb schön, weil ich mit anderen aus der Gemeinde zusammen komme, mit denen ich ansonsten nichts zu tun habe. Man lernt sich näher kennen und geht einen Weg gemeinsam. Kein Krampf, kein Kampf, aber die Sehnsucht im Herzen.
tief verwurzelt zur königlichen Palme
Mittwoch, 18 Februar 2009
Durch eine Oase ging ein finsterer Mann, Ben Sadok. Er war so gallig in seinem Charakter, dass er nichts Gutes und Schönes sehen konnte, ohne es zu verderben.
Am Rande der Oase stand eine junge Palme. Sie war schön gewachsen. Das ärgerte Ben Sadok. Darum nahm er einen schweren Stein und legte ihn der jungen Palme mitten in die Krone. Mit einem bösen Lachen ging er fort. Die Palme schüttelte sich und bog sich und versuchte, die Last abzuwerfen. Doch vergebens. Zu fest saß der Stein in ihrer Krone. Da krallte sich die Palme fest in den Boden, schickte ihre Wurzeln so tief in die Erde, dass sie die verborgenen Wasseradern in der Oase erreichten, wuchs empor und stemmte dabei mit aller Kraft den schweren Stein hoch und höher, bis die Krone mit den großen Palmenfächern über jeden Schatten hinausreichte. Wasser aus der Tiefe und Sonnenglut aus der Höhe halfen dem jungen Baum, trotz seiner schweren Last eine königliche Palme zu werden.
Nach vielen Jahren kam Ben Sadok wieder. Schadenfroh wollte er den verkrüppelten Baum sehen, den er, wie er meinte, verdorben hatte. Er suchte ihn, aber er fand ihn nicht. Da senkte die stolzeste und höchste aller Palmen ihre Krone, zeigte ihm den Stein und sagte: Ich danke dir, Ben Sadok. Deine Last hat mich stark gemacht.
(unbekannter Verfasser)
Perlentaucher
Montag, 5 Januar 2009
Den Perlentaucher hole ich aus aktuellem Anlass (ein erfreuliches Gespräch) mal ein wenig nach oben …
Man erzählt sich die Geschichte einer Perle hier am
Strand. Sie entstand in jener Muschel durch ein grobes
Körnchen Sand. Es drang ein in ihre Mitte und die
Muschel wehrte sich. Doch sie musste damit leben
und sie klagte: Warum ich?
Eine Perle wächst ins Leben, sie entsteht durch tiefen
Schmerz. Und die Muschel glaubt zu sterben, Wut und
Trauer füllt ihr Herz. Sie beginnt es zu ertragen, zu
ummanteln dieses Korn. Nach und nach verstummt
ihr Klagen und ihr ohnmächtiger Zorn.

Viele Jahre sind vergangen.
Tag für Tag am Meeresgrund
schließt und öffnet sich die Muschel. Jetzt fühlt
sie sich kerngesund. Ihre Perle wird geboren. Glitzert
nun im Sonnenlicht. Alle Schmerzen sind vergessen,
jenes Wunder jedoch nicht.
Sören Kahl
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… und mein Blog wird für eine Weile ruhen.
Danke euch allen für sehr gute Beiträge.
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Sicherheitsweg
Samstag, 3 Januar 2009
Und wenn du gedacht hast, du teilst nur mit mir die Sehnsucht, dann hast du falsch gedacht.
Darf ich dir das Hamburger Abendblatt mal rueber reichen …
… und plötzlich wird es ganz konkret
Samstag, 22 November 2008
Sterben und Tod sind keine Themen, die uns von vornherein begeistern. Wir suchen das sprühende Leben, Bildung, Karriere, Liebe, Erfolg. Da kann uns der Gedanke an unser Ende nur stören. So schieben wir die Auseinandersetzung mit dem wichtigsten Thema vor uns her – bis es nicht mehr geht.
Der Tod nimmt aber auf unsere Abwehr keine Rücksicht. Er kommt wann er will. Der Straßenverkehr löscht unbarmherzig das Leben vieler jungen Menschen aus. Krebs, Tumore, Herzinfarkte, Schlaganfälle und Aids gehören zu den globalen Killerkrankheiten, die kaum aufzuhalten sind.
Auch wenn wir mit aller macht das Altern hinauszögern – ewiges Leben scheint nicht in unsere Genetik einprogrammiert zu sein. Wenn die Menschheit darüber hinaus mit Naturkatastrophen, Hungerelend, Terroranschlägen und Völkermord konfrontiert wird, ist endgültig klar: diese Welt ist sterblich – ein Ort des Todes.


















