Rezeptempfehlung
Sonntag, 8 November 2009
Niemand von uns lebt für sich selbst, und niemand stirbt für sich selbst.
Wie geht es dir mit diesem Bibelvers?
Denkst du auch etwa so: „upps, schnell wegblättern, da will jemand was von mir und das hört sich anstrengend an.“? Denkst du an volle Hingabe über jegliches Maße hinaus, was du eh nicht schaffen wirst, weil du daran schon tausendmal gescheitert bist? Fallen dir sofort die verfolgten Christen ein, die ihr Leben für Jesus wortwörtlich hingeben und du dann doch ganz froh bist, im warmen Wohnzimmer so völlig unverfolgt zu sitzen? Übrigens: so völlig unverfolgt sitzt du da auch nicht, Gott spricht auch dort mit dir, was auch ganz schön an die Substanz geht
Ich bringe dir heute befreiende Gedanken oder sagen wir mal einen anderen Blickwinkel aus unserem Gottesdienst mit, der so völlig im Einklang mit meiner „Berufungsreihe“ ist. Denn wir sind es, die in diesen Bibelvers u. U. ein nicht erreichbares Ideal gepaart mit Strenge, vollkommenen Verzicht und was sonst noch im Hirn herumfliegt, hineininterpretieren, so dass wir schnell die Bibel weiter blättern, um nicht über Römer 14 Vers 7 nachdenken zu müssen.
Wie wäre es, wenn du genau diesen Vers „Niemand von uns lebt für sich selbst“ zusammen legst mit den Worten aus dem Herzen des Vaters: „als er dich geschaffen hat, sagte er ’siehe es ist gut’ “ und den Worten aus dem liebenden Herzen Jesu: „Liebe den anderen, wie dich selbst.“
Das bedeutet, mit allen Facetten deines Lebens lebst du in und mit Gott. Du kannst nicht vor ihm fliehen, egal wie versteckt, er sieht dich, bedrängt dich jedoch nicht, bietet dir aber an, mit ihm in Beziehung zu treten und dann so ganz langsam und behutsam dich zu heilen, wo auch immer du dein Leben nicht teilst mit Jesus und doch für dich selbst lebst.
Er heilt dich, bis hin zum Wachstum einer Gabe im Umgang mit anderen Menschen.
Somit gibt es sie tatsächlich nicht, die Erschaffungssünde!
Deine ganze Geschichte darf, ja muss sogar, integriert sein in deine Berufung. Mit jeder Krise in deinem Leben, mit jeder Charaktersünde in deinem Leben, mit jeder Leidenschaft in deinem Leben, mit jeder Wunde in deinem Leben, mit jeder Erkenntnis in deinem Leben. Welch ein Segen und eine Vielfalt unter uns Menschen!
So ist mein Leben (meine Lebenserfahrung) mit Jesus vor wenigen Minuten mal wieder hilfreich gewesen, meiner Nachbarin während einer Autofahrt gute und tief gehende Fragen zu beantworten. Nebenbei spüre ich dieses befreite Leben durch meine innere Heilung. Und mit gnädigen Augen verstehe ich diesen Vers dann doch auch mal ganz anders, wenn es heißt:
Niemand von uns lebt für sich selbst!
Ich wünsche dir einen zauberhaften Tag!





















Dienstag, 10 November 2009 um 7:54
Ich selber finde diese Verse sehr schön und tröstend, drücken sie doch aus, daß wir uns in allen Lebenslagen bei Gott geborgen fühlen dürfen. Auch im Todeskampf ist es Er, der uns trägt und abholt in sein Reich. So habe ich das immer für mich verstanden.
Mittwoch, 11 November 2009 um 9:30
Danke für die Verordnung
Lass den Rezeptblock ruhig auf dem Tisch liegen, vielleicht brauche ich nochmal einen Nachschlag. Du sprichst ein Problem in meinem Leben an, das ich wohl mit vielen anderen Mensch teile: Nicht Gottes Worte, sein Handeln oder die Fakten des Lebens bereiten mir Schwierigkeiten, sondern immer nur meine Interpretationen.
Grüßle, Sec
Donnerstag, 12 November 2009 um 7:14
Hallo Sec,
Du spürst ja schon zwischen mir und Apassionata, dass wir zwei unterschiedliche Wort
… ja … damit bist du nicht alleine
auslegungenempfindungen haben. Apassionata findet den Vers tröstlich, für mich war er immer eine besondere Art von „schwer-erreichbarer- Heiligkeit“.Es ist ein äußerst spannender Bogen, zwischen theologischer Auslegung, emotionaler Einzelempfindung und der dritten Möglichkeit, dass Gott es unvorstellbar noch ganz anders betrachten könnte.
Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Segen uns!
Liebe Grüße an dich, Sabina