Rückzugsorte – Markus Lanz, Horst Lichter
Donnerstag, 15 November 2007
Ich fand das Interview mit Markus Lanz in dem WDR Talk „Kölner Treff“ sehr interessant. Er stellt dort sein Buch vor „Und plötzlich guckst du bis zum lieben Gott. Die zwei Leben des Horst Lichter“. Schlüsselwort in dem Interview für mich war: „sich reduzieren auf das Wesentliche“. Interessant fand ich die Umgebung, wo Gespräche stattfanden, um dieses Buch schreiben zu können: Markus Lanz und Horst Lichter haben sich in ein Kloster zurück gezogen.
Foto © Jörn Daberkow
Rückzugsorte faszinieren mich immer mehr. Und wie ich im Freundeskreis und der Medienwelt feststelle, bin ich da bei weitem nicht alleine. Als junge Frau habe ich tatsächlich mal ein Wochenende des Schweigens in einem Kloster verbracht. Wer mich kennt, der weiß, dass 3 Tage Schweigen eine absolute Strafe für mich ist. Der Spaziergang am Tag mit der Freundin, war DIE pure „schnatterhafte Erleichterung“. Kommt man aber so in die mittleren Jahre (hat das eigentlich was damit zu tun?), ist getrieben vom Stress und vielleicht auch von Lebenserfahrungen, die einen schlechten Beigeschmack haben – Wer sehnt sich da nicht, öfters mal „inne“ zu halten?
Richtige Klostertage würden mich tatsächliche nochmal herausfordern. Augenblicklich nutze ich
einfache Rückzugsorte, als mein persönliches Kloster. Egal was du mit den Schlagwörtern „Kirche“ oder „Koster“ verbindest, mir geht es rein persönlich nur darum, Momente mit Jesus zu verbringen und zu fragen „Was hast du mir zu sagen, wo stehe ich, wo soll ich hin?“
Ich habe heute für mich verschiedene „Klosterplätze“ entdeckt. Einer war sogar jetzt im Krankenhaus, in dem ich Momente ganz persönlich genutzt habe.
Ein weiterer Ort des Rückzuges ist
der Friedhof meiner Großeltern. Er ist für mich kein typischer Friedhof, denn er ist ähnlich einem Park angelegt. Und wenn schönes Wetter ist, die Sonne scheint und mich wärmt, dann setze ich mich gerne an diesen ruhigen Seerosenteich mit seinen Goldfischen.
Oder ein kurzer Moment kann für mich ein „Innehalten“ bedeuten, so
wie letztes Wochenende, als mein Laptop plötzlich streikte. Ich fühlte mich völlig aus der Bahn geworfen, als mein Wartungsprogramm mir mitteilte, „ich“ hätte 33 Probleme. … und ich sah zu, wie diese Probleme beseitig wurden. Gott was willst du mir sagen?
Ich habe wieder Lust bekommen, auch mal längere Fastenzeiten auszuprobieren, denn ich bin nicht nur Christ, weil eine Tradition mir das anerzogen hat.
Ich fand das, was Markus Lanz zu sagen hatte, beeindruckend und suchte für dich ein Videastream beim WDR. Leider gibt es keins. Aber ich habe etwas besseres gefunden: bei Johannes B. Kerner war nicht nur Markus Lanz sondern auch Horst Lichter. Das Video dauert 25 Minuten und ich finde es sehr interessant. Auf der Seite gehe nach rechts zur mediathek.
Dieses Interview ist tief bewegend und äußerst sympathisch hinzu. Beide Männer haben es sich gestattet, ganz tief in sich hineinzuschauen, auch wenn schon vorher erkennbar war, wie viel in ihrem Leben passiert ist. Diese spürbare humorvolle Erleichterung glaube ich kann nur entstehen, wenn ich erkannt habe, wie liebevoll Gott als Vater mit mir umgeht. Anders – so finde ich – wäre es wohl auch nicht zu ertragen.
Fotos © Raimund Schulz



















Mittwoch, 28 November 2007 um 11:54
Shoppen am Sonntag als Rückzugsort? Einen Kommentar von mir alias blume204
http://neun.scm-digital.net/show.sxp/6706_sonntagsshopping__die_mehrheit_der_kunden_unterst_tz.html?
Donnerstag, 10 Januar 2008 um 6:05
[...] mit denen mich Googler am meisten finden – das auch heute noch – und dann bei dem Artikel “Rückzugsorte” verweilen. Nun … beide Antworten, ob Markus eine neue Freundin hat oder Horst Christ ist, [...]
Donnerstag, 22 Mai 2008 um 6:16
[...] frage ich euch mal: Wie geht es euch, wenn der Alltag euch ausfüllt und die Rückzugsorte zu kurz kommen? Wie sieht eure Jesusbeziehung in solchen Momenten [...]
Dienstag, 3 Februar 2009 um 5:28
[...] [...]