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Ein Stiefel voll Liebe

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Aus dem Alter bist du raus, hast du dir gesagt und deine Freundin prompt zum Heulen gebracht. Sie ist nahe am Wasser gebaut. Sie wollte dir deinen Stiefel füllen mit Pfeffernuss und Mandelkern und natürlich einem lustigen Schokoladen-Nikolaus.

Du hättest mitspielen sollen und den Stiefel am Abend vor die Tür stellen. Das wäre alles gewesen. Nun gab’s keinen Stiefel, keinen Nikolaus, nur miese Stimmung, Tränen und Vorwürfe.

Junge, Junge, ich schreib dir schnell, ich, Sankt Nikolaus, einer der Promis im Himmel. Wirklich. Die wenigsten Heiligen können mithalten, was meinen Termin betrifft. Und die Ausstattung! Dick in allen Kalendern: der 6. Dezember. Lasst uns froh und munter sein. Und nicht unfroh und verheult.

Alles nur Kommerz? Nun tu nicht so enthaltsam. Alles nur Kitsch? Ach, du bist ein vorweihnachtlicher Spielverderber. Ein Nikolausmuffel. Kein Wunder, wenn du als Stinkstiefel im Gedächtnis bleibst. Hauptsache, ehrlich. Ehrlich? Ist nicht ehrlich dein Wort für lieblos? Ehrlich. Ich mag mein Fest. Und ich mag alle, die sich heute oder morgen verkleiden.

Ich mag die, die sich ihre Sprüche einprägen, den Bart ankleben, den Sack mit Geschenken füllen und losziehen. Es sind viele. Viele voller Liebe. Das weiß ich. Und manche tun es auch fürs Geld. Ja. Das ist so. Ich mag die Nikoläuse, die sich ihre Euros verdienen wollen und froh sind, dass es wenigstens diese Jobs gibt.

Und die Kinder! Ich höre dich schon wieder murren. Diabetes, Diabetes! Ach, wenn die Kinder im Advent nur am 6. Dezember Süßigkeiten bekommen und dann wieder an Weihnachten. Das wäre mein Tipp. Aber am Nikolaustag nur Knäckebrot und saure Gurken? Du bist albern.

Im Himmel übrigens spielen Kalorien keine Rolle mehr. Wir sind erlöst, auch von diesem Trauerspiel. Und nun stell deinen Stiefel raus und ruf die Freundin an. Sag, du bist wieder brav und sie soll froh und munter sein, irgend sowas. Kindisch? Mag sein. Aber voller Liebe. Und das zählt.

Michel Graf, www.gott.net

Quelle: “Der andere Advent” von AndereZeiten e.v. vom 06.12.2011 Nikolaustag

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irgendwie biblisch

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Ich glaube daran, dass alles was passiert seinen Grund hat, manche Menschen sich verändern, damit du lernst jemanden gehen zu lassen, Dinge falsch laufen, so dass du die Richtigen zu schätzen weißt, dass du den Lügen glaubst, um daraus zu schließen, dass du nicht jedem Vertrauen kannst,und manchmal gute Dinge einfach vorbei gehen müssen, damit Bessere folgen können.

Marilyn Monroe

Ich bin überzeugt, so oder so ähnlich hätte auch Jesus das liebevoll gesagt, um neue Weg zu ebnen …

Ein Geschenk

Manchen Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie da sind. Manche Menschen wissen nicht, wie gut es tut, sie nur zu sehen. Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe ist. Manche Menschen wissen nicht, wie ärmer wir ohne sie wären. Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen.

Petrus Ceelen.

Thomas

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Einer war nicht dabei.
Einer war so völlig ahnungslos.
Er hat nichts gewusst.
Konnte sich nicht wundern.
Konnte nicht miterkennen.
Konnte nicht dabei sein.
Die Freunde hatten ihm etwas vorraus.

Sie erzählten ihm alles.
In allen schillernden Farben.
Jeden Schmerz, jede Trauer,
jedes Wunder, jede Erkenntnis,
jede Begegnung.
Alles, was andere erlebten
und was jeder eigens erlebte.

Vom Tod auferstanden?
Freunden kann man doch vertrauen.
Dafür sind Freunde doch da.
Einfach annehmen, was sie erzählen.
Wird schon stimmen.

Zweifel?
Ja! Zweifel!
Fette Zweifel.

“Wenn ich nicht selbst in seinen Händen die Stelle sehe, wo die Nägel hindurch geschlagen wurden und meine Finger genau in die Stelle legen kann und mit seiner Hand die Seitenwunde anfassen kann, dann werde ich es nicht glauben.”

Wunden.
Sie sprechen.
Die Haut.
Der Körper.
Der Schmerz.
Die Augen.
Sie alle sprechen.
Verwundung geht nicht spurlos vonstatten.

Folter.
Untersuchungshaft.
Ermittlungen.
Befragungen.
Das Urteil.
All das tut weh.
Menschen, die dies erlebten, würden “danach” sagen:
“rühr mich nicht an.”
“pack mich nicht an.”
“Lass mir meine Hornhaut”.
Keine Schwäche.
Keine Träne.
Bloß keine Blöße.

Jesus sagt:
“Du darfst mich anrühren”.

8 Tage später.
Die Tür war verschlossen.
Jesus stellte sich aber mitten unter ihnen.
“Friede mit euch.”
“Thomas?”

“Thomas? Komm her … Komm her mit deinen Fingern. Genau an die Stelle und schau dir meine Hände genau an. komm mit deiner Hand und fass die Seite an. Sei nicht ungläubig sondern vertraue.”

Jesus ist berührbar.
Verletzbar.
Ein Mensch wie du und ich.
Und er ist Gott.
Gottes Sohn.
Er sucht meine Nähe.
Er geht nicht auf Abstand.
Er ist mein Freund.

Du bist es.
Mein Herr.
Mein Gott.
Du hast den Tod besiegt.

“Weil du mich mit deinen eigenen Augen gesehen hast, glaubst du. Doch richtig glücklich können die sein, die vertrauen, ohne etwas zu sehen.”

Glaube und Zweifel

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Eine schwer zu glaubende Sache.
Doch es ist passiert.
Die Steinplatte vor der Grabhöhle ist weg.
Einer alleine würde es nie schaffen.
Zudem Wachposten am Grab.

Die Männer glauben es nicht.
Erfundene Geschichte?
Die Jünger glauben es nicht.
Hatten sie nie begriffen?
Die Frauen sehen.
Erkennen.
Begreifen
Jesus begegnet Maria Magdalena.

Es spricht sich schnell rum.
Ein Lauffeuer.
Twitter um die Welt.
Nur ein kleiner Teil gelangt ins Bewusssein.
Jeder hat seine Sicht.
Jeder versucht für sich zu verstehen.
Zu begründen.
Emotionen zu verarbeiten.
Zu bewerten.

Zwei von den Jüngern gehen spazieren.
Unterhalten sich.
Versuchen zu begreifen.
Plaudern.
Schnattern.
Analysieren.
Trauern.
Auf ihre Art.

Jesus.
Er geht die ganze Zeit mit ihnen.
Sie erkennen ihn nicht.
Die Augen sind verdeckt.
Das Herz erkennt nicht.
Er spricht sie an.
Sie erzählen von ihrer Hoffnung.
Sie hatten doch auf ihn gesetzt.
Befreiung sollte er doch bringen.
Aufregung.
Verzweiflung.

Einfühlsam sagt Jesus: “Eure Herzen sind unbeweglich geworden. So könnt ihr dem nicht glauben schenken, wo von die Propheten gesprochen haben. War es nicht unbedingt notwendig, dass der Messias dies Leiden auf sich nimmt und dadurch dann zu der ihm zustehenden Ehrenstellung kommt?” Und auf dem Weg ins Dorf, erzählte er noch viel mehr, was vorraus gesagt war.

Später im Haus.
Beim Brotbrechen.
Beim Dankgebet.
Die Augen öffneten sich.
Sie erkannten Jesus.
Sie erinnerten sich.
Das Herz jubelt.

Später im Kreis ihrer Freunde.
Schnattern.
Analysieren.
Wie konnten wir zweifeln?
Jesus wieder mitten unter ihnen.
Sie erschrecken.
Furcht.
Immer noch nicht verstanden.

“Warum erschreckt ihr euch so? Und weshalb finden solche Gedanken Eingang in eure Herzen? Seht doch meine Hände und Füsse, dass ich es wirklich bin! Fasst mich an und seht genau hin! Denn ein Geist hat doch kein Fleisch und keine Knochen. Und ihr seht doch, dass ich welche habe.”

Freude unter ihnen.
Verwunderung.
Unglaubbares Wunder.
Kneif mich mal.
Ist das wahr?
Der Verstand hinkt immer noch.

Jesus spricht weiter.
Öffnet ihren Verstand.
Keine Religion.
Keine Fiktion.
Keine Dogmen.
Keine Kirchenmitgliedschaft.

Stattdessen:
Klarheit.
Wärme.
Liebe.
Unermessliche Schönheit.
Lebendiges Leben.
Umkehr.
Öffentliches Angebot.
Ewiges Leben.
Kraft aus der oberen Wirklichkeit.

… auch noch heute.

unglaubliches …

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Früh am Morgen.
Gesalbt werden sollte sein Leichnam.
Offener Grabeingang.
Leere Todeskammer.
Völlige Ratlosigkeit.
Hört das denn nie auf, mit dieser völligen Ratlosigkeit?

Hell erstrahlendes Licht.
Furcht unter ihnen.
Geblendet beugen sie die Köpfe.
Hören tun sie die Worte:
Warum sucht ihr den Lebendigen unter den Toten?

Warum Ratlosigkeit?
Immer wieder hat er es doch gesagt.
Dieser Jesus …
Er hat es immer wieder gesagt.
Am dritten Tag wird er auferstehen.
Er hat es immer wieder gesagt.

Sie wollten immer Beweise.
… die Pharisäer und Theologen.
Sie stellten ihn auf die Probe.
Zeig.
Mach.
Tu.
Sie fragten ihn listig um Rat:
Was hättes du getan?
Du bist doch Gottessohn.

Sogar noch am Kreuz.
Rette dich selbst.
Zeig.
Mach.
Tu.

Jesus lies sie abblitzen.

“Obwohl ihr so fromm tut, schert ihr euch in Wirklichkeit überhaupt nicht um Gott oder ein gerechtes Leben. Und ihr wollt von mir einen Beweis verlangen? Ihr werdet kein anderes Zeichen bekommen als das, was damals mit dem Phropheten Jona passierte. Jona verbrachte drei Tage und Nächte im Inneren des großen Fisches. Genau dasselbe wird mit dem Weltenrichter geschehen. Drei Tage und Nächte wird er im inneren der Erde verbringen.

Kein anderes Zeichen.

Keine Beweise.
Keine, wie ich sie mir vorstelle.
Kein allmächtiges Wort der Verhinderung.
Japan passiert.
Thailand passiert.
Alltag passiert.
Persönliches passiert.
Gott hat nicht vergessen.
Gott versteht Ohnmacht.
Der himmlische Vater versteht!
Gott liebt mich.

Ihr werdet kein anderes Zeichen bekommen, als das … sagt Jesus.

 

Heute.
Jesus lebt.
Die Grabkammer ist leer.
Leben im Überfluss für dich und mich.
Fürchte dich nicht.
Lebendiges Wasser für dich und mich.
Der Gottes Sohn lebt.

Petrus.
Bückt sich.
Alleine am Grab.
Nur die Leinentücher.
Verwunderung.

Was da wohl geschehen war …

Karsamstag

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Der Tag danach.
So unfassbar.
Unbeschreibliche Stille.
Der Atem steht still.

Wer ein Unglück miterlebt hat, wem ein geliebter Mensch stirbt, der kennt den Karsamstag.

Fassungslosigkeit sucht das Schweigen.
Keine Hoffnung.
Keine Wege, die sich aufftun.
Keine einfachen Antworten.
Keine schnellen Antworten.
Schock.

Das Glück ist weg.
Zukunftsträume sind weg.
Hoffnung ist weg.
Sterben ist schlimm.
Ungeheuerlich schlimm.

Wie soll Maria Magdalena das verkraften.

Der Messias stirbt.
Gottes Sohn stirbt.
Gott leidet und stirbt.

Danach folgt die Leere am Karsamstag.

Doch die Welt, will diesen Schrei nicht hören.
Sie beschäftigt sich mit sich selbst,
erträgt die Stille kaum.

Morgen …
da wird Maria Magdalena aufbrechen.
Und ein Engel wird sagen: Fürchte dich nicht.

Heute …
ist aber noch der Tag der Ratlosigkeit.
Viele Fragen.
Betroffenes Schweigen.
Wirre Gedanken.
Ohnmächtigkeit.

Diesen Tag müssen wir zulassen. Die Hoffnung ist gesät, aber die Saat muss erst noch aufgehen.

so unfassbar …

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Unrecht.
Jesus ist verurteilt.
Keine Gnade.
Wer soll ihn jetzt noch schützen?
Kein Respekt.
Keine Würde.
die Dornenkrone drückt.
Verspottet.
Ausgelacht.
Angespuckt.
Gedemütigt.
Geschlagen.
Schmerz.
Blut.
Gekreuzigt.

Was sind das für Menschen, die sowas tun?
Erniedrigen, verspotten und quälen?
Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Sagt unsere Verfassung.
Jeder möchte dies Recht haben.
Das Recht der unantastbaren Würde.
Aber sie wird angetastet.
Immer und immer wieder.

Was haben wir in unserem Leben erlebt, so zu denken?
Haben sichTraumatas in der Seele eingenistet?
Wurde die eigene Würde nie respektiert?

Täter werden verstanden.
Man begreift ihr Tun.
Opfer werden vergessen.
Brutal vergessen.

Jesus.
Gedemütigter Gottesohn.
Wie viel Kraft kostet es,
in so einer Situation gerade zu stehen?
Opfer werden vergessen.
Brutal vergessen.

Trotz aller Allmacht,
Gott hat zugelassen.
Gott hat nicht vergessen.
Gott versteht Ohnmacht.
Der himmlische Vater versteht!
Die Täter sind nicht seine Marionetten.
Aber der Vater ist an der Seite der Opfer.

Die Täter.
Jesus betet für sie:
Vater, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!
Welch eine Größe.

Die Menschen von damals.
Sie verkörpern uns von heute.
Eigene Menschlichkeit verspielt.
Das Leben in der Tiefe verpasst.
Keine Liebe.
Keine Zuneigung.
Kein Einsatz für andere.
Keine Verantwortung.
Gefühlsloses und barbarisches Leben.
Verspielt.

Nicht das Leben des Opfers ist zerstört.
Sondern das der Täter.